Körperfettverlust, Gesundheit und Libido mit Intervallfasten

Dieses Thema im Forum "Gesundheit, Fitness und Bodybuilding" wurde erstellt von MuninMoon, 2 Mai 2019.

  1. MuninMoon

    MuninMoon PEC-Lehrling (Rang 2) Threadstarter

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    Hallo an Alle,


    durch den Bereich "Gesundheit, Fitness und Bodybuilding" fühle ich mich aufgefordert auch einmal meine Erlebnisse im Bereich des Intervallfastens hier zu posten. Zwar wird viel über das IF berichtet, aber abseits der Hauptmotivation dieses durchzuführen, nämlich der der Körperfettreduzierung, findet man kaum etwas. Ich habe die Erfahrung gemacht, das sich das IF sehr positiv auf den gesamten Körper auswirkt.

    Dazu zählt auch die Libido und die Psysche. Allerdings warten auch einige gemeine Stolperstellen beim IF, welche alles zunichte machen können oder einen zumindest dazu bewegen, die Sache aufzugeben.

    Ich kann nur sagen, das Durchhalten sich lohnt.

    Vielleicht gibt es ja den Einen oder Anderen, der ähnlich Erfahrungen gemacht hat. Ich würde gerne davon hören und mich austauschen.


    Mein Hintergrund

    Ich versuche schlicht weg, meine Gesundheit, mein Inneres und Äußeres zu optimieren und gesund zu halten. Jedoch so, das es mit meinem Alltag kompatibel ist und ich keine dogmatischen Regeln befolgen muss bzw. auf Dinge verzichte die ich gerne tue.

    Vor einigen Jahren kam das Buch "The Fast Diet" von Michael Mosley auf den Markt.
    Diese Veröffentlichung viel damals zusammen mit meinen Ambitionen im Laufsport und wollte unbedingt Fett loswerden.
    Vom Laufsport bin ich zwar weg, aber leichtes Joggen und regelmäßiges Krafttraining betreibe ich immer noch. Dieses Buch habe ich mangels Übersetzung noch im Original gelesen und mit dieser Methode außergewöhnliche Erfolge erzielt. Als Anfänger im Fasten ist mir das aber sehr schwer gefallen.
    In Folge war es dann 1 Jahr später vorbei mit dem IF. Dar Grund: Mangelerscheinungen! (wusste ich damals aber nicht)
    Einige Jahre später habe ich das IF neu entdeckt. Mit der 16:8 Methode. Weit weniger schwer, dafür auch weniger effektiv. Heute muss ich aber sagen, das das 16:8 die ideale Vorbereitung / Eingewöhnung auf das 5:2 ist. Damit habe ich vor 5 Wochen wieder angefangen und mir fällt es nun leicht selbst 40 Stunden gar keine Energie zu mir zu nehmen. Es ist sogar besser als mit den "erlaubten" 500 kcal. An den Fastentagen habe ich auch mein Krafttraining eingeplant. Das funktioniert ohne Leistungseinbußen auch im Fastenmodus. Hätte ich nicht gedacht!
    Meine Körperkomposition hat sich dadurch bereits deutlich verändert. So verlor ich im Schnitt 2% Körperfett pro Woche. Aktuell bin ich bei 14,24% nach der Jackson-Pollock Formel.
    Dank dem Wissen und den Erfahrungen aus der Anfangszeit kann ich heute einige böse Fallen vermeiden.
    So konnte ich meinen Zinkmangel beheben, welcher beim Intervallfasten nach einigen Wochen auftreten kann. Darüber habe schon berichtet. Zinkmangel bewirkt zudem eine übermäßige Aktivität der Talgdrüsen. Fettige Haare sind die Folge. Auch eher dünnflüssiges transparentes Sperma zeigen einen Mangel an. Aber schlimmer noch, Zinkmangel macht antriebslos, schlapp und raubt jegliche Motivation !

    Dazu nehme ich täglich 25-50 mg Zink zusammen mit hochdosiertem Vitamin A (25.000 IE) als Retinol ein.
    Vitamin A fördert in diesen Dosen die Vermehrung der Mitochondrien. Und das sogar ohne Training. In der Praxis bedeuten mehr Mitochondrien eine bessere Gesundheit, ein höherer Grundumsatz, höhere oxidative Muskelleistung und damit mehr Energieverbrauch.
    Tatsächlich kann ich seitdem mein Lauftraining ebenfalls im Fastenmodus durchziehen. Früher war das ohne Kohlenhydrate eine schwere, sehr ungemütliche Sache die viel Willen vorausgesetzt hat. Jetzt funktioniert das ganz auch hocheffizient mit Fetten als Brennstoff. Diesen Unterschied merkt man deutlich.

    Vitamin K2 hilft mir Entzündungsprozesse im Körper zu reduzieren.

    Magnesium und MSM nehme ich Morgens als erstes ein. Zu Magnesium muss man nicht viel sagen, es wird für fast alles benötigt.

    MSM ist eine Schwefelverbindung mit ebenfalls entzündungshemmender Wirkung. Zudem hilft diese Substanz bei der Regeneration und ist gut für Haut und Schleimhäute.

    Soja-Lecithin gibt es nur nach dem Kraft-Training.
    Es bewirkt, das mTOR nach dem Krafttraining aktiv bleibt und muskuläre Wachstumsprozesseverstärkt werden.

    EPA & DHA (Omega-3-Fette) nehme ich vorzugsweise dann, wenn ich viel Eiweiß gegessen haben. Dann bewirkt es eine deutliche Thermogenese, also Erhöhung der Körpertemperatur. Omega-3 ist zudem für eine gesunde und geschmeidige Haut sehr wichtig. Ein kleine Warnung an dieser Stelle. Nach Möglichkeit verzichtet auf diese Kombination kurz vorm Zubettgehen. Mir ist es passiert, das ich durch die Thermogenese in der Nacht zu viel Wasser verloren habe und regelrecht dehydriert bin.
    Klar, trinken im Schlaf ich schwierig. Die Folgen waren Schwindel und Kreislaufprobleme. Nicht schön!

    Cholin gibt es Abend vorm zu Bett gehen. Cholin befeuert die Produktion von Wachstumshormonen und reduziert den Hunger. Es wirkt auch positiv auf koknitive Fähigkeiten, also Lern- und Merkfähigkeit. In Kombination mit dem Intervallfasten und Krafttraining ist Cholin der "Burner" schlechthin. Allein das Fasten bewirkt nach 24h ohne Energie einen Anstieg um bis zu 2.000% bei Männern (1300% bei Frauen).
    Kommen die Reize des Krafttraings hinzu und die des Cholin (19 mal mehr Wachstumshormone) bleibt die Wirkung nicht aus. Was viele nicht glauben, oder sogar abstreiten, kann ich bestätigen. Trotz negativer Kalorienbilanz baue ich Muskulatur auf und werde stärker. Man sollte nur auf ausreichend Eiweiß während der Nicht-Fastentage achten. Ich versuche 200g täglich zu erreichen.

    Zu Schluß wäre da noch Selen zu nennen. Mit zunehmenden Alter sinkt die Aufnahmefähigkeit von Selen im Körper. Dann muss man mehr hinzusteuern als über die Nahrung abgedeckt werden kann. Warum? Mit Selen bildet der Körper das Schilddrüsenhormon T3.
    Bei einer Schilddrüsenunterfunktion laufen zahlreiche Stoffwechselfunktionen des Körpers langsamer ab als normal. Vielleicht ein Grund warum alte Menschen an Gewicht zulegen. Weitere Folgen sind geringere körperliche und geistige Leistungsfähigkeit. Das wirkt sich dann auch auf die Libido aus. Bevor ich begonnen habe Selen jeden bis jeden 2 Tag zu nehmen, viel mir auf, das die normale morgendliche Erektion sehr sehr gering war und schließlich ganz ausblieb. Ursache auch hier ein schleichender Mangel durch das Intervallfasten. Ich nahm die Tage darauf Selen als Kapsel ein. Nach etwa 4 Tagen bekam ich dann Nachts ein Erektion, die mich wach werden ließ. :) Jedenfalls steht er nun jeden Morgen wieder.
    Aktuell nehme ich Selen alle 2 Tage während meines Fastenprogramms ein.

    Ich denke damit beuge ich einem Mangel durch das Kaloriendefizit vor.

    Jedenfalls bin ich voller Energie. Verspannungen gibt es keine mehr. Blutdruck ist optimal bei 116 zu 68 und die Fettpolster schwinden im Rekordtempo. Der Badeurlaub kann kommen !
     
    Zuletzt bearbeitet: 2 Mai 2019
    #1
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  2. Terion

    Terion PEC-Genuis (Rang 10)

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    Das sieht mir nach gefährlichem Unsinn aus.

    Vitamin A – Wikipedia

    https://www.hindawi.com/journals/omcl/2015/140267/

    Angesichts der wissenschaftlichen Faktenlage halte ich es eher für wahrscheinlich, dass sich dein Körper an eine fettbasierte Diät als primäre Energiequelle gewöhnt und dementsprechend den Stoffwechsel auf Ketose umgestellt hat.
     
    #2
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  3. MuninMoon

    MuninMoon PEC-Lehrling (Rang 2) Threadstarter

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    Wie da schon richtig geschrieben steht sind Dosen über 50.000 IE bedenklich. Ich nehme gerade mal die Hälfte davon. Zumdem sind die Nebenwirkungen leicht zu erkennen.

    Natürlich funktioniert das mit dem Fettstoffwechsel. Aber nur dann, wenn die Leistung damit auch erbracht werden kann. Wer das ohne Anpassung versucht wird nicht lange Spaß am Laufen haben. Das fühlt sich dann an wie gegen einen Widerstand laufen und der Puls kommt an sein Maximum. Selbst bei geringem Tempo. Da nach der Anpassung aber genügend Mitochondrien im Muskel vorhanden sind, kann die Leistung mit hohem Sauerstoffumsatz und Fettoxidation erfolgen. Ein fettlastige Diät mache ich aber nicht. Ganz im Gegenteil. An den nicht Fastentage sind es viele Proteine und Kohlenhydrate. Wenig Fett.
     
    Zuletzt bearbeitet: 5 Mai 2019
    #3
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  4. CockPit

    CockPit PEC-Lehrling (Rang 2)

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    top thread hier, kannte 5:2 nicht
    hab direkt eine frage für dich

    wie gehts dir vom kopf her an den tagen an denen du nichts isst?

    bin derzeit dabei nach der renegade diät zu essen..

    sprich 16 std fasten 4 std undereating phase (15% der gesamtkalorien | pro mahlzeit < 30g protein kaum bis keine carbs aber entsprechendes gemüse brokkoli bsp < 10g fett) 4 std overeating phase ist der rest

    klares pro:
    ich will mehr schaffen, arbeite härter und kriege alles erledigt weil der körper nicht verdaut

    contra:
    ich kann recht garstig werden

    wirst du schlecht gelaunt an den fastentagen? falls schon, was machst du denn dagegen?
     
    #4
  5. bigdickacrobat

    bigdickacrobat PEC-Koryphäe (Rang 9)

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    Bin bei 18/6 seit 3 Tagen. Mir geht’s lediglich um die Autophagie zur Zellregenaration / Sanierung des Körpers. Toll wenn man liest, dass andere Menschen irgendwo anders auch “mitmachen”.
     
    #5
  6. MuninMoon

    MuninMoon PEC-Lehrling (Rang 2) Threadstarter

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    Ich mache das schon eine ganze Weile. Habe 2010 damit angefangen.
    Also nicht das ganze Jahr durch, aber gerade in den Wintermonaten.

    Ich kann Dir bestätigen, das ich mich koknitiv sowie auch körperlich in Bestform befinde.
    Das mag gut sein das die Verdauungsenergie einen Teil dazu beiträgt. Am Anfang.
    Es ist aber wahrscheinlicher das der Körper durch dieses Hoch und Runter an Nahrungszufuhr
    lernt, besser.und schneller an die gespeicherte Energie heran zu kommen. Sprich Körperfett.
    Es ist ein Stoffwechseltraining mit nützlichen Nebenwirkungen So sehe ich das.

    Die Gereiztheit geht mit der Zeit vorbei. Omega 3 könnte Dir helfen gelassener zu werden.
    Achte nur darauf genügen Mineralstoffe aufzunehmen. Magnesium, Zink, Kalzium.
    Ein Mangel an nur einem dieser Stoffe hat fatale Folgen. Und bei einer Reduktionsdiät kann das schnell
    passieren.

    Übrigens 16/8 ist ein guter Anfang. Wenn Du damit keinerlei Probleme mehr hast, solltest Du auf die
    5:2 Methode umstellen. Das sind sind dann 36 Stunden Nahrungskarrenz. Ist schwieriger aber auch
    sehr viel effektiver !
     
    #6
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  7. NewRoleModel

    NewRoleModel PEC-Lehrling (Rang 2)

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    Relevant viel Autophagie entsteht aber nur , wenn du dich dazu ketogen ernährst. Ansonsten (also bei Kohlenhydrate haltiger Ernährung erst nach 2-3 Tagen Fasten). Alle anderen Effekte, vor allem Fettverbrennung, finden aber statt.
     
    #7
  8. bigdickacrobat

    bigdickacrobat PEC-Koryphäe (Rang 9)

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    Begebe mich mit einem Hilfsmittel in die Ketose (MCT)
     
    #8
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  9. NewRoleModel

    NewRoleModel PEC-Lehrling (Rang 2)

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    @bigdickacrobat

    Oh ja mct.... Da flutscht man in die Ketose... Hatte paar mal üble Keto Grippe bis ich endlich gecheckt hatte, starte die Ketose ( wenn ich nach Monaten wieder neu gestartet bin) nicht gleich mit mct Öl...
    Böse Stunden auf Toilette...
     
    #9
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