Ü09: Bundled Stretches

Fortgeschrittener Einhandstretch dessen zusätzliche Wirkung auf das "Eindrehen" des Schaftes beruht

  1. BuckBall
    Geeignet für:
    Fortgeschrittene
    Risikoklasse:
    erhöht
    Anatomischer Fokus:
    Tunica, (Ligs)
    Geförderte Messwerte:
    BPFSL, (EG)
    Alternative Bezeichnung:
    Bundleds, Twisted Stretches
    Übungsfamilie:
    Eindreh-Stretches
    Verwandte Übungen:
    Bundled Blaster Stretches (Experte), Bundled-BTL-Stretches (Experte)
    Hintergrund
    Der Bundled Stretch ist ein fortgeschrittener Einhandstretch, der seine Intensität nicht alleine aus der vertikalen Streckung bezieht, sondern auch durch die gleichzeitige Eindrehung des schlaffen Schaftes. Die Hauptlast liegt aufgrund dieser Eindrehung auf der Tunica, die einzige Belastung der Ligamente entsteht derweil durch den vertikalen Zug (der aber alleine aus Gründen der Vorsicht meist nicht so ausgeprägt ist wie bei einem Standard-Stretch).

    Ausführung
    Die Übung setzt einen vollkommen schlaffen und aufgewärmten Penis voraus, um das Verletzungsrisiko so gering wie möglich zu halten und die Zugkräfte möglichst ungehindert auf die Tunica wirken zu lassen. Das Stretching kann wahlweise im Stehen, Sitzen oder Liegen ausgeführt werden. Das Vorhandensein oder Fehlen der Vorhaut hat keinen Einfluss auf die Wirkung der Übung.
    1. Ziehe die Vorhaut (sofern vorhanden) vollständig zurück und greife mit einer Hand an das obere Ende des Schaftes. Anschließend ziehe den Penis behutsam nach vorne, so dass er senkrecht im 90-Grad-Winkel von deinem Körper absteht, aber das Gewebe nicht auf Spannung steht.
    2. Nun drehe den Schaft ein, als würdest du eine Schraube hinein- oder herausschrauben - und zwar um 180°, so dass die Unterseite deiner Eichel nun nach oben zeigt.
    3. Setze nun den OK-Griff, möglichst weit oben am eingedrehten Schaft, nahe des entblößten Eichelkranzes an. Greife fest genug zu, um einen Zug nach vorne aufbauen zu können, quetsche den Penis jedoch nicht zu sehr ein. Der Griff sollte weder schmerzen, noch sich unangenehm anfühlen.
    4. Ziehe den eingedrehten Penis genau vertikal (d.h. im 90°-Winkel) von deinem Körper weg, bis das Gewebe gestrafft ist und sich bei weiterem Zug nicht mehr signifikant weiterdehnt. Du wirst nun im optimalen Fall bemerken, dass der Penis ein wenig schmaler geworden ist, sich dafür aber nach vorne ausgedehnt hat. Halte diesen Zug für wahlweise 20-30 Sekunden ununterbrochen aufrecht, danach löse den OK-Griff. Sollte sich unterdessen ein wachsender Bluteinfluss in die Schwellkörper bemerkbar machen, lasse den Penis einfach los, so dass Streckung und Eindrehung enden. Aufgrund der Eindrehung des Schaftes ist es besonders wichtig, dass während der Übung keine Erektion auftritt, um Verletzungen zu vermeiden.
    5. Lege nach Ende der Streckung eine kurze Pause von 10-20 Sekunden ein, um die Durchblutung des Penis zu normalisieren. Achte auch hier besonders darauf, dass sich keinerlei erhöhter Bluteinfluss im Glied bemerkbar macht. Wenn du bemerkst, dass sich langsam eine Erektion aufbaut, pausiere solange, bis diese wieder vollständig abgeklungen ist.
    6. Drehe erneut den Schaft ein und setze den OK-Griff an. Ziehe nun den Penis jedoch in eine andere der 9 möglichen Richtungen (vertikal nach vorne bzw. die 8 Himmelsrichtungen am Körper entlang). Halte dich ansonsten an die Anweisungen der vorangegangenen Punkte. Achte zudem bei jedem erneuten Eindrehen darauf, dass du die Drehrichtung wechselst. Diesen Wechsel (linke Drehung / rechte Drehung) nimmst du somit bei jeder Wiederholung vor, um den Schaft nicht ungewollt einseitig zu belasten (was auf lange Sicht zu Verkrümmungen bzw. ungleicher Dehnung führen kann).
    7. Wiederhole diesen Vorgang reihum in allen 9 Richtungen, bis du dein angestrebtes Stretchingpensum erreicht hast. Dabei zählt nur der eigentliche Stretchingvorgang (also die Zeit, in der der Zug auf den Penis wirkt) als Trainingszeit, nicht die Pausenzeiten dazwischen.

    Zusatzinfos
    Die nachfolgenden Hinweise behandeln häufige Fragen hinsichtlich dieser Übung und stellen weiterführende Erläuterungen zu deren Feinabstimmung und etwaigen Abwandlungen zur Verfügung.
    • Intensiveres Eindrehen: Während der klassische Bundled Stretch lediglich eine Eindrehung von 180° (also einer halben Umdrehung) vornimmt, kann man die Intensität des Stretches zusätzlich erhöhen, indem man die Gradanzahl der Eindrehung erhöht. Prinzipiell werden die Bundled Stretches auch häufiger mittels einer Gradanzahl in ihrer Intensität klassifiziert (z.B. "Bundled 180°" oder "Bundled 360°"). Hierbei ist jedoch Vorsicht geboten, da bei starkem Eindrehen, in Verbindung mit dem vertikalen Zug der Streckung, die Belastung und damit das Verletzungsrisiko erheblich steigt. Das Eindrehen von 360° (eine volle Umdrehung) wird bei geübten Nutzern dieser Übung relativ häufig vorgenommen. Jedes stärkere Eindrehen, mitunter bis zu 720° (also zwei volle Umdrehungen), ist hingegen eher selten und potentiell risikoreich.
    • Unterstützung von EG-Zuwächsen: Die besondere Belastung der Tunica durch das korkenzieherartige Eindrehen lässt Vermutungen zu, dass der Bundled Stretch auch als Vorbereitung für die horizontale Überdehnung der Schwellkörper (EG) genutzt werden kann. Dabei ist anzumerken, dass der Bundled Stretch selbst keine Erweiterung der Schwellkörper oder des Umfangs erzielt, sondern lediglich (und auch nur mutmaßlich) die horizontale Ausdehnung der Tunica begünstigt und dadurch EG-Zuwächse unterstützt.
    • Störende Erregbarkeit: Eine sich einschleichende Erregung ist beim Stretching eine ganz normale Reaktion des Körpers - besonders wenn dieser sich noch nicht an das PE-Training gewöhnt hat. Die Berührung des Gliedes wird in diesem Fall automatisch als Stimulation gewertet. Nichtsdestotrotz ist es sehr wichtig, in so einem Fall mit einem weiteren Stretchingzug zu warten, bis das Blut wieder abgeflossen und der Penis vollkommen schlaff ist. Üblicherweise wird der Körper mit zunehmender Trainingserfahrung in dieser Hinsicht desensibilisiert, so dass das Stretching ohne längere Zusatzpausen ausgeführt werden kann. Weiterhin onanieren manche Anwender vor dem Stretching, um den Penis dadurch weniger erregbar zu machen. Dies hat jedoch den Nachteil, dass nachfolgende Schwellkörperübungen, bei denen eine stabile Erektion nötig ist, nur erschwert ausgeführt werden können. Zudem sollte niemals direkt vor dem Stretching onaniert werden, weil nach dem Orgasmus die Durchblutungssituation erhöht und das Glied oft auch sensibler ist. Griphilfen, die im nächsten Punkt erwähnt werden, können die Erregbarkeit des Penis derweil ebenfalls herabsetzen.
    • Griphilfen: Beliebte Griphilfen beim Stretching sind Theraband, einfaches Toilettenpapier oder Haftbinden, oft ergänzt durch Handschuhe (einfache Einmalhandschuhe oder aber solche mit Nithrilbeschichtung). Die Griphilfen vermeiden einen direkten Kontakt zur Haut und sorgen dadurch meist für eine Herabsetzung der Erregbarkeit - und eine erhöhte Griffigkeit. Andererseits rauben sie jedoch auch das direkte Gefühl beim Stretching, was zu einem zu engen Griff führen kann. Man sollte daher dringend auf sein Körpergefühl achten und den Griff entsprechend anpassen.
    • Front-OK-Griff und Back-OK-Griff: Für das Stretching können prinzipiell beide Griffe angewandt werden. Oft wird aber gerade bei Stretch-Übungen berichtet, dass der Back-OK-Griff einen sicheren Halt und bessere Zugkontrolle erlaubt. In jedem Fall kann es sich lohnen, gerade wenn man Probleme damit hat, den Griff fixiert zu halten, beide Grifftechniken ausgiebig für sich zu erproben und den besser geeigneten zu wählen.
    • Intensitätsregulierung: In vielen Fällen haben Anwender die Befürchtung, mit viel zu wenig Intensität zu stretchen. Diese Sorge ist in fast allen Fällen unbegründet. Wie oben schon erläutert, arbeiten eigentlich alle mechanischen PE-Streckgeräte mit deutlich weniger Zug als die gewöhnliche Armeskraft zur Verfügung stellt. Es ist daher nicht erforderlich (zumal nicht zum Einstieg des PE-Trainings), den Stretch mit maximaler Kraft auszuführen. Dies führt eher zur Überlastung und birgt ein nicht zu unterschätzendes Verletzungsrisiko, als dass es Vorteile verspricht. Man sollte stattdessen mit eher geringer Zugkraft beginnen und diese langsam über die ersten Trainingswochen erhöhen, um auf diese Weise eine ideale Trainingsauslastung für sich zu finden.
    • Schmerzfreiheit: Jedwede Schmerzen oder unangenehmes Ziehen während oder nach dem Training sind klare Anzeichen für eine zu hohe Intensität. Am Besten sollte diese dann sofort gedrosselt werden. Das Stretching braucht sich zu keinem Zeitpunkt unangenehm anzufühlen, um effektiv zu sein.
    • Erst Tunica, dann Schwellkörper: Man sollte im Zweifel zuerst das Stretching ausführen und danach das Jelqing anschließen. Dies garantiert, dass der durch das Jelqing erhöhte Bluteinfluss nicht die Wirkung des Stretchings blockiert. Zudem fördert das anschließende Jelqing die beim Stretching herabgesetzte Durchblutung des Penis. Nach Möglichkeit sollte daher zwischen Stretching und Jelqing auch nicht zu viel Zeit vergehen. Auch um die Regenerationsphasen zwischen den Trainingssitzungen nicht unnötig zu verkürzen.
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