Ü08: Bends

Übung zur Krümmungskorrektur, die per sanftem Druck die Schwellkörperform zu beeinflussen versucht

  1. BuckBall
    Geeignet für:
    Fortgeschrittene
    Risikoklasse:
    erhöht
    Anatomischer Fokus:
    Schwellkörper (Korrektur)
    Geförderte Messwerte:
    keine
    Alternative Bezeichnung:
    keine
    Übungsfamilie:
    Krümmungskorrektur
    Verwandte Übungen:
    Slinky Bend (nicht empfohlen)
    Hintergrund
    Die Bezeichnung Bends ist im Grunde ein sehr weitgefasster Oberbegriff für alle Grifftechniken, die den erigierten Schaft in eine bestimmte Richtung biegen. Dies kann in einem statischen Rahmen geschehen, der eher an Blutstaugriffe erinnert, oder auch mit einer beständigen Bewegung verbunden sein, was dann eher dem Jelqing ähnelt (mitunter werden dann für diese Abart die Begriffe Vertical Jelq oder Side Jelq verwendet, siehe dazu auch das Kapitel Zusatzinfos).
    Meistens werden Bends gezielt dazu genutzt, um eine bestehende Peniskrümmung (auch „Deviation“) zu beheben. Dabei ist aber zu beachten, dass dieses Vorhaben ein nicht zu unterschätzendes Risiko birgt, da dabei die prall gefüllten Schwellkörper durch äußeren Druck gegen ihre natürliche Form gebogen werden. Umso wichtiger ist es daher, diese Übung nicht leichtfertig oder mit zu großem Druck auszuführen. Vielmehr sollte man vor der Nutzung der Bends gehörig Erfahrung mit den regulären PE-Übungen gesammelt haben sowie die Grenzen der Belastbarkeit des eigenen Penis hinreichend kennen. Selbst dann ist Geduld (über viele Monate) und eine beständige, aber behutsame Ausführung der Übung der Schlüssel zu einer erfolgreichen Krümmungsbehebung - nicht das möglichst kraftvolle Umbiegen des Penis.
    Abgesehen von der Nutzung der Bends zur Behebung einer Krümmung, wird sie seltener auch als Schwellkörperübung zur Erhöhung des Penisumfangs genutzt. Zu diesem Zweck gibt es allerdings weitaus zielsichere und risikoärmere Übungen (z.B. den Erect Squeeze oder Uli Squeeze), weswegen die Anwendung von Bends zu diesem Zweck eher unüblich ist.

    Ausführung
    Bends werden stets mit erigiertem Penis ausgeführt, da nur dann eine gezielte Beeinflussung der Schwellkörperform möglich ist. Gleichsam erhöht die vorherrschende Erektion aber auch das Verletzungsrisiko bei der Ausführung der Übung. Daher sollte unbedingt darauf geachtet werden, nur sehr behutsam, umsichtig und geduldig Druck auf den erigierten Schaft auszuüben.
    1. Sorge für eine möglichst ausgeprägte Erektion deines Penis.
    2. Greife nun mit einer Hand die Eichel deines Penis, um ihn an diesem Punkt zu stabilisieren.
    3. Drücke nun sanft, aber beständig mit der anderen Hand gegen die vorherrschende Krümmung des Schaftes. Achte darauf, dass dabei keine Schmerzen entstehen und erhöhe die Intensität des Drucks nur sehr langsam, um das Risiko einer Schwellkörperverletzung zu minimieren. Halte den Druck für etwa 10-20 Sekunden aufrecht, danach löse den Griff an der Eichel und massiere den Penis gründlich.
    4. Wiederhole die Punkte 1 bis 3 so oft, bis du die gewünschte Anwendungsdauer der Bends erreicht hast.

    Zusatzinfos
    Die nachfolgenden Hinweise behandeln häufige Fragen hinsichtlich dieser Übung und stellen weiterführende Erläuterungen zu deren Feinabstimmung und etwaigen Abwandlungen zur Verfügung.
    • Gründliche Vorbereitung und Begleitung im Forum: Jedem Anwender, der unter einer Deviation leidet und gerne versuchen möchte, diese mittels PE-Übungen zu beheben, raten wir dringend an, sich mit seinem Problem erst einmal bei uns im Forum vorzustellen und sich dort weitere Tipps abzuholen. Eine umfassende Informationsbeschaffung zu Deviationen im Allgemeinen (auch beim eigenen Urologen) ist zudem wichtig, damit man die Risiken einer Selbstbehandlung kennt und auch weiß, was für verschiedene Ausprägungen und Gründe es für eine derartige Verformung geben kann. Nicht immer sind PE-Übungen zur Behebung zweckmäßig, vor allem nicht, wenn die Krümmung krankheitsbedingt entstanden ist. Genaueres kann jederzeit in einem eigenen Thread in diesem Teilbereich des Forums besprochen werden: Beschneidung, Intimkrankheiten und Operationen | PE-Community
    • Intensitätsregulierung: Die Intensitätsregulierung bei den klassischen Bends wird allein über die Druckstärke gegen die erigierten Schwellkörper gesteuert. Hier sei noch einmal betont, dass man mit sehr wenig Druck beginnen sollte und sich nur sehr behutsam an das gewünschte Maß der Gegenkrümmung herantasten sollte. Die Bends erzielen ihre Erfolge über sehr lange, wohldosierte Etappen. Es ist hingegen nicht möglich und sogar ausgesprochen gefährlich, die Schwellkörper plötzlich (d.h. binnen weniger Wochen) in die gewünschte Form zu pressen.
    • Side Jelq und Vertical Jelq: Beim Side Jelq und Vertical Jelq handelt es sich um Jelqing-Übungen, die nicht nur Blut durch den Penis in deren vordere Areale streichen, sondern zudem mit einer Biegung der Schwellkörper arbeiten (daher auch Bend-Jelqing). Der Vertical Jelq (nicht zu verwechseln mit dem V-Jelq, einer Abart des Low-EQ-Jelqings) arbeitet dabei mit einem Knick nach oben oder unten, der Side Jelq ist derweil das Äquivalent für die Seiten. Beide werden analog eines Mid-EQ-Jelqs ausgeführt, dann aber um eine Biegung in die jeweilige Richtung (d.h. entgegen der vorherrschenden Verkrümmung) ergänzt. Man sollte die Intensität dieser Bend-Jelqs aber sehr behutsam ausloten, um das Verletzungsrisiko so gering wie möglich zu halten. Weiterhin ist es bei dieser Variante der Jelqs wirklich sehr wichtig, dass man diese nicht mit zu stark ausgeprägter Erektion ausführt (da eben besonders dann durch die starke entgegengesetzte Krümmung eine Verletzungsgefahr besteht).