Ü05: Ballooning

Intuitive Schwellkörperübung zur Förderung der Körper- und Erregungskontrolle

  1. BuckBall
    Geeignet für:
    Einsteiger
    Risikoklasse:
    keine
    Anatomischer Fokus:
    Schwellkörper
    Geförderte Messwerte:
    keine
    Alternative Bezeichnung:
    Edging (geringfügig andere Bedeutung, siehe Text)
    Übungsfamilie:
    Ergänzung
    Verwandte Übungen:
    Aufwärmen und Abwärmen (Einsteiger), Beckenbodentraining (Einsteiger)
    Hintergrund
    Das Ballooning (vom Englischen "to balloon", also "anschwellen", "in die Höhe treiben") ist eigentlich eine sehr alte, intuitive PE-Technik, die aber im deutschen Raum erst seit 2013 vermehrt Aufmerksamkeit erhält. So wurde die Übung sehr wahrscheinlich von vielen Männern schon ausgeführt, ohne dass diese gewusst haben, dass sie gerade eine PE-Technik anwenden. Denn im Grunde ist Ballooning lediglich eine besondere Technik der Selbstbefriedigung, die den Orgasmus immer wieder hinauszögert und letztlich sogar ganz zu vermeiden versucht. Im Zuge dieser fortwährenden Stimulation fördert man die Durchblutung des Penis und die eigene Körper-, Erregungs- und Orgasmuskontrolle. Die Übung eignet sich daher auch gut als Aufwärm- oder Abwärm-Übung in einem Trainingsprogramm. Zudem ist sie ein guter Indikator für die aktuelle EQ und ein guter Check-Up für die allgemeine Penisgesundheit.
    Mit dem Ballooning eng verwandt ist derweil das "Edging", wobei der Unterschied dieser beiden Techniken in den Zusatzinformationen dieses Artikels erläutert wird.

    Ausführung
    Die Ausführung des Balloonings ist denkbar einfach - und kann dennoch quälend schwer sein. Im Grunde ist es ein beständiges Ringen mit der Verlockung dem Orgasmus nachzugeben und dem Bestreben trotz der Erregung die Kontrolle zu behalten.
    1. Errege deinen Penis unter Zuhilfenahme beliebiger Reize (z.B. bloßes Kopfkino, erotische Literatur, Erotikfilme etc.). Verwende dafür unbedingt ein Gleitmittel (z.B. Lotion, Cremes oder Gleitöl, im Grunde dieselben Mittel, die du auch zum Jelqen verwenden würdest), um den Penis durch die anhaltende Reizung und Reibung nicht zu sehr zu strapazieren und die Stimulation besser steuern zu können. Am Besten gelingt all dies derweil in einer ruhigen, ungestörten Umgebung, in der man sich wohlfühlt und gehen lassen kann.
    2. Bringe dich langsam, Schritt für Schritt an den Orgasmus heran. Wie du dich stimulierst ist im Grunde egal, viel wichtiger ist, dass du dich, deinen Penis und deine Erregungsschwellen bei der Ausführung näher kennenlernst. Kurz vor dem Erreichen des PONR (aus dem Englischen "Point-of-no-return", dem Punkt, ab dem ein nahender Orgasmus nicht mehr abgewendet werden kann), stoppst du abrupt die Stimulation und lässt die Erregung für einige Sekunden absinken. Danach setzt du wieder mit deinen Berührungen ein, bis du wieder kurz vor dem Orgasmus stehst - und du ihn wiederum nicht zulässt.
    3. Diese beständige Annäherung und Abwendung, also eine Art spiralförmiger Tanz um den Orgasmus herum, setzt du solange fort, bis die gesetzte Ballooning-Trainingszeit erfüllt ist. Stelle somit sicher, dass du im Verlaufe der Übung nach Möglichkeit keinen Orgasmus erlebst, aber diesen immer wieder beinahe erreicht hast.

    Zusatzinformationen
    Die nachfolgenden Hinweise behandeln häufige Fragen hinsichtlich dieser Übung und stellen weiterführende Erläuterungen zu deren Feinabstimmung und etwaigen Abwandlungen zur Verfügung.
    • Ballooning oder Edging: Eng verwandt und über weite Teile sogar identisch, am Ende aber grundverschieden, kann man Ballooning und Edging auch als eineiige Zwillinge beschreiben. Sie gleichen sich letztlich vollkommen - nur der Abschluss unterscheidet sich vollständig. So verhindert man beim Ballooning selbst am Ende der Übung den Orgasmus, während man beim Edging (vom Englischen "edge", also "Rand" oder "Grenze", bzw. "to edge down" für "nachgeben") diesem am Ende nachgibt. Ein Unterschied liegt dann auch in der Wirkung: Während nach dem Ballooning die Durchblutung des Penis meist nachhaltig auf höherem Niveau liegt, schwindet die Durchblutung nach dem Edging (also nach einem Orgasmus) meist schnell wieder und der Penis verfällt mitunter während der folgenden Refraktärphase sogar in ein leichtes Turtling. Man kann es auch anders betrachten: Misslingt das Ballooning einmal, weil man dem Orgasmus nicht widerstehen konnte bzw. er aus Unachtsamkeit ausgelöst wurde, hat man im Grunde schlicht Edging betrieben.
    • Die Legende des "Magic Spot": Hin und wieder liest man in Verbindung mit dem Ballooning von einem "Magic Spot", den es dabei angeblich zu finden gilt. Der "Magic Spot" ist dabei eine Art perfekter Stimulationspunkt, den man nutzen kann, um sich zu erregen. Im Grunde ist aber sowohl die Suche danach, als auch dessen ohnehin fragwürdige Existenz, unnötig. Es geht beim Ballooning allein darum, sich dem Orgasmus immer wieder zu nähern - und ihm dennoch nicht nachzugeben. Wie man dies erreicht, d.h. wie man sich dabei genau stimuliert, muss keinen festen Regeln folgen - und auch keinen einzelnen Punkt am Penis zwingend mit einbeziehen.
    • Der Orgasmus - ein ewig lockender Kontrahent: Obwohl Ballooning an sich simpel und als dankbare Übung anmutet, erfordert es große Konzentration und viel Übung, um es sicher und erfolgreich auszuführen. Dabei sollte man den Orgasmus möglichst nicht als Feind betrachten, sondern schlicht als Gegenspieler. Und wenn man einmal gegen ihn verliert, ist dies kein Weltuntergang, sondern gehört zum Spiel dazu. Wichtig ist nur: Wenn man balloonen will, aber den Orgasmus nicht abwenden kann, sollte man jedwede weitere PE-Übungen für diesen Tag (mindestens aber für die folgenden Stunden) möglichst abbrechen, um den vom Orgasmus gereizten und sich meist zusammenziehenden Penis nicht unnötig weiter zu belasten. Oft eignet sich das Ballooning daher auch als Abschlussübung, da es dann im Zweifel keinen weiteren Übungen in die Quere kommen kann, wenn der Orgasmus nicht verhindert wird.
    • Erhöhter Pornokonsum: Ein warnendes Wort sei zum häufigem Pornokonsum in Verbindung mit Ballooning gesagt. Es gilt als sicher, dass übermäßiger Pornokonsum nicht nur süchtig machen, sondern auch die Libido nachhaltig schwächen kann. Daher ist besonders im Rahmen des Balloonings darauf zu achten, dass man sich möglichst nicht zu oft, zu regelmäßig bzw. zu lange pornographischen Reizen aussetzt. Vielmehr sollte man darauf achten, das Ballooning immer wieder auch nur auf Basis erotischen Kopfkinos, also mit bloßer Phantasie, zu betreiben. Dies wiederum kann dann die Libido sogar fördern bzw. die eigene Wahrnehmung externer erotischer Reize sensibilisieren.
    • Ballooning-Abhängigkeit: Ballooning kann sehr viel Spaß bereiten - doch es hat auch einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf das Lustzentrum im Gehirn. Theoretisch mag es gar möglich sein, psychisch nach der Ausführung süchtig zu werden, insofern das Hirn immer wieder mit Beinahe-Orgasmen konfrontiert wird, die es mit diversen Ausschüttungen von Glückshormonen überschwemmen. Man sollte daher darauf achten, Ballooning niemals zu lange bzw. dann nicht zu regelmäßig auszuführen. Dabei können 60 Minuten als eine Obergrenze gelten. Wobei man beachten sollte, dass eine derart ausgedehnte Stimulation auf regelmäßiger Basis das Penisgewebe erheblich strapazieren kann - ganz gleich wie sanft die Übung an sich (im Vergleich zu anderen PE-Techniken) auch sein mag. Man sollte daher nicht den Fehler machen und glauben, dass das Ballooning keine wirkliche Übung ist und deshalb selbst an Off-Tagen angewendet werden kann. Pausen von dieser Übung, zur Regeneration und Umsetzung der Wachstumsreize, sind ebenso wichtig wie bei der Anwendung aller anderen PE-Techniken.
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