P03: Alternierende Fokusprogramme

Individuelle Fokusprogramme auf Basis der TSM-Theorie

  1. BuckBall
    1. Grundlagen und Definition
    Das alternierende Fokusprogramm (oder auch schlicht „Fokusprogramm“) ist ein alternatives bzw. weiterführendes Programmkonzept des klassischen Steigerungsprogramms, das sich vor allem an erfahrene PE-Anwender richtet.
    Vereinfacht gesagt, ist der Zweck des Fokusprogramms seinem Namen entsprechend: Anstatt mehrere Messwerte mit einem allgemein wirkenden Training erhöhen zu wollen (wie es das Steigerungsprogramm will), zielt das Fokusprogramm lediglich auf einen einzelnen Wert (BPFSL oder BPEL oder EG) ab, der dann mit den gebündelten und darauf abgestimmten Trainingsbemühungen gefördert werden soll. Dieser Schwerpunkt wird bei Bedarf nach einer absolvierten Trainingsetappe gewechselt, so dass die Werte nicht parallel, sondern im Wechsel (alternierend) und nacheinander gesteigert werden.

    2. Für wen ist das Fokusprogramm gedacht?
    Das Fokusprogramm richtet sich lediglich an erfahrene PE-Anwender, die entweder mit dem Steigerungsprogramm keine hinreichenden Intensitäten für weitere Zuwächse mehr erzielen oder aber nur noch einen spezifischen Wert steigern wollen. Letzteres ist oft der Fall, wenn man an das Ende der eigenen PE-Karriere gelangt ist und nur noch den EG an die gewünschten Endziele anpassen will. So gesehen endet die PE-Karriere (gemäß der L1G2-Theorie) immer mit einem Fokusprogramm, in dem abschließend der Penisumfang gesteigert wird.
    Wichtiger aber als die Frage, für wen das Fokusprogramm eine sinnvolle Wahl ist, ist womöglich jene, für wen es das nicht ist. Dies beträfe sowohl Einsteiger als auch fortgeschrittene PE-Anwender, solange sie noch mit dem Einsteigerprogramm bzw. klassischen Steigerungsprogramm Zuwächse erzielen können.
    Die Zuwächse im Rahmen des Einsteiger- oder eines Steigerungsprogramms sind im Grunde immer ganzheitlich, betreffen also sowohl BPFSL als auch BPEL (in geringerem Maße mitunter auch den EG). Innerhalb eines Fokusprogramms wird jedoch stets nur einer der drei Werte in den Vordergrund gestellt und gezielt gefördert. Die Zuwachsentwicklung ist deswegen oft langsamer (betrachtet man die Zuwächse auf alle drei Werte bezogen) und mitunter auch weniger nachhaltig (weil errungene Werte in einer Phase mit abgewandtem Fokus theoretisch auch wieder fallen können). Zudem ist die verfrühte Wahl des Fokusprogramms auch strategisch unklug, weil man in dessen Rahmen immer einen sehr intensiven Reiz auf einzelne Messwerte ausübt. Dies kann zur Folge haben, dass sich die Anatomie des Penis dieser erhöhten Belastung anpasst. In der Folge wird es dann immer schwieriger, diesen Wert zu erhöhen. Auch aus diesem Grund ist es sehr schwer, aus dem Konzept des Fokusprogramms später wieder in das des Steigerungsprogramms zu wechseln. Denn die Intensitäten im Fokusprogramm, bezogen auf einen einzelnen Wert, übersteigen die eher allgemein ausgerichteten Intensitäten des Steigerungsprogramms bei weitem.
    Der Vorteil der konzentrierten Herangehensweise des Fokusprogramms ist somit, deutlich höhere Intensitäten für die Erweiterung eines Wertes aufbringen zu können, ohne Gefahr zu laufen den Penis dabei zu überlasten. Der Nachteil ist wiederum, dass stets nur ein Wert gezielt gefördert wird, was zum teilweisen Rückgang der anderen führen kann, die derzeit nicht im Fokus stehen.
    Abschließend sei also gesagt, dass das Fokusprogramm kein prinzipiell überlegenes Trainingskonzept ist, sondern nur eine Not- bzw. Folgelösung darstellt, wenn mittels des Steigerungsprogramms keine zufriedenstellenden Erfolge mehr erzielt werden bzw. nur noch ein einzelner Wert an die eigenen Wünsche angepasst werden soll.

    3. Was ist das zugrundeliegende Prinzip?
    Die theoretische Basis des Fokusprogramms liefert die TSM/ALP-Theorie sowie die L1G2-Theorie (siehe: Die TSM-Theorie und der ALP-Erweiterungsansatz | PE-Community und Die L1G2-Theorie | PE-Community). Beide Theoriekomplexe ergeben zusammen einen einrahmenden Fahrplan darüber, zu welchem Zeitpunkt der Trainingsschwerpunkt innerhalb eines Fokusprogramms geändert werden sollte.
    Die wählbaren Fokusvarianten werden derweil anhand der drei relevanten Messwerte benannt: BPFSL, BPEL und EG. Das Wertepaar BPFSL und BPEL ergibt dabei das auf die Penislänge ausgerichtete Training, der EG-Wert bezeichnet hingegen das Training des Penisumfangs. Zur Definition dieser Messwerte siehe hier: Die korrekte Penisvermessung: Anleitungen und Methoden | PE-Community
    Gemäß der L1G2-Theorie setzt das Fokusprogramm zuerst bei der Penislänge an, d.h. bei einem wechselnden Fokus auf BPFSL und BPEL. Anstatt also diese beiden Werte gemeinsam zu fördern (wie es das Steigerungsprogramm tun würde), konzentriert sich das Fokusprogramm nur auf einen der beiden Werte – und schwenkt den Fokus immer im Wechsel auf den jeweils anderen Wert um, wenn hinreichende Erfolge erzielt wurden. Welchen der beiden Längenwerte (BPEL oder BPFSL) man zuerst in den Fokus stellt, wie man also in das alternierende Fokusprogramm einsteigt, ermittelt man anhand der Aussagen der TSM/ALP-Theorie und dem individuellen Stand der BPFSL-BPEL-Differenz.
    Ist die erigierte Penislänge (BPEL) schließlich den Wünschen des Anwenders gemäß ausgebaut, folgt abschließend der Fokus auf den EG, der nun solange verfolgt wird, bis auch dieser Wert den Wunschmaßen entspricht. Ist auch dieses Ziel erreicht, ist die zuwachsorientierte PE-Karriere beendet.
    Neben den genannten Theorien sind zudem die Übungsschwerpunkte für die Gestaltung eines Fokusprogramms essentiell. Der Übungsschwerpunkt oder auch Wirkungsfokus bezeichnet dabei die tendenzielle Ausrichtung einer Übung auf einen der drei Werte. Oder anders gesprochen: Er gibt an, welche Übung welchen Wert fördert. Erst auf Basis dieser Einteilung ist es möglich, ein Programm zu konzipieren, das gezielt einen der drei Werte in den Fokus nimmt.
    In dem Zusammenhang ist auch eine klar abgegrenzte Begriffsverwendung anzuraten, die über die veralteten Bezeichnungen „Längentraining“ und „Dicketraining“ hinausgeht. Genaugenommen gibt es kein „Längentraining“, sondern vielmehr ein tunicaorientiertes Training (BPFSL) und ein vertikales Schwellkörpertraining (BPEL). Erst beide in Kombination ermöglichen die dauerhafte Verlängerung des erigierten Penis. Das frühere „Dicketraining“ wird innerhalb dieser Logik als horizontales Schwellkörpertraining (EG) bezeichnet.
    Auf diese Weise werden nicht nur die eigentlichen anatomischen Schwerpunkte (Tunica und Schwellkörper) des Trainings deutlich, sondern es gibt auch eine klare Zuteilung zu den drei Messwerten.

    4. Graduelle Unterschiede: Tendenzielles oder reines Fokusprogramm?

    Liegt jedem Fokusprogramm auch dasselbe (eben ausgeführte) Prinzip zugrunde, gibt es dennoch graduelle Unterschiede unter diesen. Je nach dem, wie sehr wirklich nur ein einzelner Wert in den Trainingsfokus gestellt wird, spricht man von einem tendenziellen oder reinen Fokusprogramm.
    Vorab: Wichtig ist in dem Zusammenhang, dass die Frage nach einem tendenziellen oder reinen Fokusprogramm nur dann zu stellen ist, wenn noch die Erweiterung der Penislänge im Vordergrund steht, also ein Wechsel zwischen einem BPEL- und einem BPFSL-Fokusprogramm stattfindet.
    Ein EG-orientiertes Programm hingegen ist stets ein reines Fokusprogramm - da man am Ende der PE-Karriere, wenn man sich gezielt um den EG kümmert, keine Rücksicht mehr auf die beiden Längenwerte nehmen muss, auf diese also auch keine Trainingsreize mehr aufzuwenden braucht.

    a.) Der reine Fokus
    Bei einem reinen Fokusprogramm werden ausschließlich Übungen gewählt, die den im Fokus stehenden Wert fördern. Dies hat den Vorteil, dass keinerlei „unnötige“ Belastung des Penis aus der zusätzlichen Förderung eines anderen Wertes entsteht. Der Nachteil ist jedoch, dass durch diese vollständige Vernachlässigung des anderen Wertes, ein teilweiser Rückgang von dessen Zuwächsen wahrscheinlicher wird (bevor er selbst dann wieder im Fokus steht).

    b.) Der tendenzielle Fokus
    Bei einem tendenziellen Fokusprogramm wiederum (das in der Praxis wahrscheinlich die große Mehrheit der Fokusprogramme ausmacht) steht ebenfalls nur ein Wert im Vordergrund, doch wird der jeweils andere in Teilen mitgefördert. Dieses Nebentraining des zweiten Wertes kann lediglich den Rahmen eines Erhaltungsprogramms abdecken (um zu verhindern, dass sich der entsprechende Wert zurückbildet), aber auch zuwachsorientiert sein. Im letzteren Fall will man meist erreichen, ein Wertungleichgewicht zwischen BPFSL und BPEL gewinnbringend auszunutzen bzw. auf lange Sicht wieder auszutarieren. Näheres dazu findet sich auch im Kapitel 8 dieses Artikels. Solche „Tarierungsmanöver“ bilden an dieser Stelle auch einen fließenden Übergang zu entsprechenden Steigerungsprogrammen. Fokusprogramme unterscheiden sich dort insofern, als dass hier immer eine klare Gewichtung auf einen bestimmten Messwert erkennbar ist.

    5. Welche Rahmenbedingungen sollte man bei der Konzeption eines Fokusprogramms beachten?

    Dieses Kapitel widmet sich einigen allgemeinen Aussagen, die man bei der Konzeption eines Fokusprogramms beachten sollte.

    a.) Allgemeine Grundsätze
    Um ein möglichst erfolgsversprechendes Fokusprogramm zu konzipieren, sollte man auf einige allgemeine Grundsätze achten. Diese wären:
    • Fokussierter Übungsschwerpunkt (insofern auf unnötige Belastung verzichtet wird, die auf nicht im Fokus stehende Werte abzielt)
    • Moderate Intensitäten (die den Penis nicht mehr belasten als für einen Zuwachs notwendig)
    • Zuverlässige Messroutine entwickeln (um sich auf die aufgenommen Messwerte verlassen zu können)
    • Regelmäßige Kontrollmessungen (anhand derer auch das Umschwenken des Fokus festgemacht wird)
    Der Kern des Fokusprogramms ist somit nicht nur eine fokussierte Förderung von je einem bestimmten Wert je Trainingsetappe, sondern auch die umsichtige und wohlüberlegte Dosierung der Intensität.

    b.) Die Dosierung der Intensität
    Da in den vorangegangen Kapiteln schon über die Bedeutung der verschiedenen Übungsschwerpunkte gesprochen wurde, kommen wir hier gleich zum nachfolgenden Punkt – der Intensität des Trainings. Wie auch im Einsteiger- und Steigerungsprogramm gilt im Fokusprogramm die Devise, den Penis auszulasten, aber nicht zu überlasten. Nur so kann man langfristig Trainingsreize setzen, ohne die Verletzungsgefahr unnötig zu erhöhen oder das Gewebe zu schnell an zu hohe Belastungen zu gewöhnen (was dann weitere Zuwächse erschwert oder sogar vollständig verhindert).
    Allerdings ist diese Devise im Fokusprogramm erfahrungsgemäß (noch) schwieriger umzusetzen, da das gesamte Konzept dazu einlädt, die Intensität maßlos zu übertreiben. Man sollte sich daher immer wieder ins Gedächtnis rufen, dass man im PE die Zuwächse nicht pauschal beschleunigen kann, wenn man die Härte des Trainings erhöht. Ziel ist vielmehr, dass man Zuwächse mit der geringstmöglichen Intensität abruft. Denn auf diese Weise kann man viel eher darauf hoffen, auch langfristig und nachhaltig Zuwächse zu erzielen.
    Während im nächsten Kapitel die Anwendung von PE-Geräten im Fokusprogramm gesondert besprochen wird, wird hier erst einmal eine Faustregel für die Intensitätssteuerung der manuellen Übungen vorgestellt. Während im Steigerungsprogramm noch gilt, dass keine der beiden Trainingsarten (Tunica und Schwellkörper) mehr als 30 Minuten in Anspruch nehmen sollte, kann man diese Gesamtzeit (von 60 Minuten) im Fokusprogramm ebenfalls heranziehen – jedoch anders gewichten. In einem Fokusprogramm steht im Grunde nur eine Trainingsart, nur ein Wert im Vordergrund. Je nach gradueller Ausprägung des Fokus (tendenziell oder rein) kann man auf diesen einen Wert also bis zu volle 60 Minuten aufwenden. Dies ist aber in den seltensten Fällen notwendig oder sinnvoll. Wie viel Intensität genau angewandt werden sollte, sollte man stets von seinem Körpergefühl und den Reaktionen des Penis auf das Training abhängig machen. Wie bereits gesagt: Eine dauerhafte Überlastung ist unbedingt zu vermeiden, wenn man erfolgreich trainieren und seine penile Gesundheit nicht gefährden möchte.

    c.) Die korrekte Vermessung als Analysegrundlage
    Zuletzt sei noch einmal auf die Bedeutung der Messverfahren hingewiesen: Nahezu jede Entscheidung und jeder Programmaufbau im Fokusprogramm, fußt auf dem Stand der jeweiligen Messungen. Sind diese nicht zuverlässig, verzerrt oder gar vorsätzlich geschönt, bringt man damit den gesamten Sinn und Zweck dieses Konzepts ins Wanken. Auch aus diesem Grund ist das Fokusprogramm nur für wirklich erfahrene PE-Anwender sinnvoll. Denn meist dauert es zahlreiche Monate, wenn nicht mehr als ein Jahr, bis die aufgenommenen Messungen so genau und reproduzierbar sind, dass man sich voll und ganz auf sie verlassen kann. In diesem Zusammenhang sei jedem Anwender angeraten, für sich eine sinnvolle, genormte Messweise zu finden, um Fehler und Abweichungen zu vermeiden. Anregungen, wie eine verlässliche Messroutine aussehen könnte, finden sich in diesem Artikel: Die korrekte Penisvermessung: Anleitungen und Methoden | PE-Community
    Unabhängig von der Genauigkeit der Messungen, sollte man aber unbedingt darauf achten, ausreichende Trainingsintervalle zwischen den Messungen verstreichen zu lassen. Alles andere endet schnell in Demotivation oder Euphorie (und notgedrungen in späterer Demotivation). Bei einem BPFSL-Fokusprogramm genügt im Grunde ein Messintervall von 1 bis 2 Monaten, da dieser Wert bei hinreichender Belastung zuverlässig und relativ unmittelbar steigt. Bei den schwellkörperzugeordneten Fokusvarianten (d.h. BPEL- oder EG-Fokusprogrammen) sollte man hingegen ein Messintervall von 3-6 Monaten einhalten, um dem Gewebe eine echte Chance auf Wachstum zu geben – und nicht voreilig ein Programm abzubrechen, das in einigen zusätzlichen Monaten Früchte getragen hätte. Hier ist auch zu beachten, dass das Wachstum der Schwellkörper mitunter etwas verzögert eintritt. Nämlich genau dann, wenn man ihnen hinreichende Regenerationszeiträume eingeräumt hat. Weitere Informationen dazu finden sich in Kapitel 7 dieses Artikels.

    6. Verwendung von PE-Geräten in einem Fokusprogramm
    Anders als im Steigerungsprogramm ist im Fokusprogramm die Anwendung von PE-Geräten durchaus anzuraten. Auch hier sei aber gleich gesagt: PE-Geräte sind keine Grundvoraussetzung für erfolgreiches PE – weder im noch abseits des Fokusprogramms. Im Rahmen eines Fokusprogramms ist es jedoch von Vorteil, dass im Grunde jedes PE-Gerät einen sehr fokussierten Übungsschwerpunkt hat. Genau um jene Einteilung und einige grundlegende Ratschläge zur Dosierung der Geräteanwendung soll es an dieser Stelle gehen. Konkrete Vorschläge, wie man eine bestimmte Geräteart in einem Fokusprogramm verwenden kann, finden sich derweil im Kapitel 8 dieses Artikels.

    a.) Verschiedene Gerätetypen und ihre Übungsschwerpunkte
    Grob gesprochen kann man jedem Gerätetypus einen Messwert zuordnen, den er allen voran trainiert. So fördert beispielsweise ein Stangenextender vor allem den BPFSL (rein tunicafokussiert), gleiches gilt für einen Gurtextender oder eine Hanging-Vorrichtung (dann aber unter erheblichem Einbezug der Ligamente). Ein Vakuumgerät (ganz gleich ob es sich dabei um eine Elektro-, Auto-, Hydro- oder Trockenpumpe handelt) konzentriert seine Wirkung auf die Schwellkörper - und tendenziell meist eher auf den EG, denn auf den BPEL. Jelq-Zangen können vielleicht als einziges Gerät recht gezielt für das Training des BPEL genutzt werden, wobei ihre Anwendung nach Meinung vieler PE’ler hinter dem manuellen Jelqing zurücksteht. Penisringe und alle sonstigen Stauungsunterstützer fördern stattdessen vor allem den EG.
    Nähere Informationen zur Einteilung von PE-Geräten in Übungsschwerpunkte finden sich derweil auch hier: Tabellarische Übersicht der gerätebasierten Übungen | PE-Community

    b.) Die Intensitätsdosierung beim gerätebasierten Training
    Insgesamt ist zu beobachten, dass PE-Geräte den Ansatz eines klaren Trainingsfokus unterstützen. Diesen Umstand kann man innerhalb eines Fokusprogramms gewinnbringend nutzen, zumal viele Geräte darauf ausgelegt sind, möglichst langfristig angewandt zu werden, so dass man mit ihnen mit vergleichsweise geringem Aufwand, sehr hohe Intensitäten erzeugen kann.
    Dies ist jedoch Vorteil und Nachteil zugleich. Zwar sind die möglichen Intensitäten des Gerätetrainings sehr ausgeprägt und ihre Anwendung oft mit anderen Tätigkeiten kombinierbar, allerdings gestaltet sich die Dosierung der Intensität mit ihnen deutlich schwieriger. Im Gegensatz zum manuellen PE fehlt schlicht der direkte Kontakt, die unmittelbare Kontrolle der Belastung, zudem ist die Belastungsdauer durch Geräte oft so lang, dass sich ihre Gesamtintensität nur schleichend während einer Trainingssitzung aufbaut. Daraus resultiert schnell eine ungewollte (und anfangs auch häufig unbemerkte) Überlastung des Penis, was sich auf lange Sicht dann in negativen Begleiterscheinungen (z.B. EQ-Verlust oder Zuwachsstagnation) niederschlagen kann.
    Gerade bei der Anwendung von Geräten im Fokusprogramm ist es daher sehr wichtig, auf die Gesamtbelastung zu achten und diese darauf zu begrenzen, was für eine Förderung des jeweiligen Wertes ausreichend ist. Dies erreicht man in erster Linie durch Experimente, die man am Besten mit geringen Intensitäten beginnt und dann nach und nach ausbaut. Gelangt man schließlich in den Bereich, in dem Überlastungserscheinungen auftreten, sollte man die Intensität umgehend verringern, bis diese nicht mehr in Erscheinung treten. Unabhängig davon sollte man sich aber bei der Konzeption des Trainings auch in seinem persönlichen Trainingslogbuch an die restliche Community wenden. Oft erhält man auf diese Weise wichtige Tipps und Erfahrungswerte, die man als Richtlinien bei der Verwendung des jeweiligen Geräts heranziehen kann. Man sollte auch immer Bedenken, dass sich Überlastungen nicht immer sofort zeigen. Umso wichtiger ist es, sich mit anderen Anwendern auszutauschen und auf diese Weise zu verhindern, dieselben Fehler zu wiederholen, von denen andere bereits warnen.
    Es sei auch noch einmal ausdrücklich darauf hingewiesen, seine Informationen und die Intensitätsdosierung möglichst nicht von Beschreibungen des jeweiligen Herstellers abhängig zu machen. Vielmehr sollte man sich möglichst unabhängig von etwaigen Werbeaussagen über die Wirkungsweise und das Potenzial dieses oder jenes Geräts informieren. Dazu bietet das PEC-Forum eine angemessene Basis, um mit anderen privaten Anwendern in Kontakt zu treten.

    7.) Die drei Varianten des alternierenden Fokusprogramms
    Das Konzept des Fokusprogramms kann auf verschiedene Weise angewandt werden, wobei sich diese Unterscheidung übersichtlicherweise auf die drei im PE relevanten Messwerte (BPFSL, BPEL, EG) bezieht. Je nach Zuwachsziel, wird ein Fokusprogramm also gezielt auf einen dieser Werte abgestimmt – um dann für mindestens eine Trainingsetappe verfolgt und danach durch ein anderes Fokusprogramm abgelöst zu werden.
    In der Folge werden alle drei Varianten des Fokusprogramms mit ihren Ansätzen und Besonderheiten näher erläutert.

    a.) Das BPFSL-orientierte Fokusprogramm
    BPFSL-orientierte Programme verlegen ihren Trainingsschwerpunkt auf die Dehnung des schlaffen Penis. Dies kann in Form von ausgedehnten manuellen Stretchingsitzungen, unter Verwendung von entsprechenden Dehnungsgeräten oder aber durch eine Kombination manueller und gerätebasierter Ansätze geschehen. Dieser Fokus wird im Grunde ausnahmslos dazu verwendet, den BPFSL vorzudehnen, um anschließend den BPEL nachzuziehen.
    Problematisch ist dabei, dass der BPFSL ein vergleichsweise flüchtiger Wert ist. Dies soll heißen, dass die während einer BPFSL-fokussierten Trainingsetappe erzielten BPFSL-Zuwächse, Gefahr laufen sich zurückzubilden, da sie in der nachfolgenden (BPEL-fokussierten) Trainingsetappe notgedrungen vernachlässigt werden. Umso wichtiger ist es, möglichst nachhaltige BPFSL-Zuwächse zu erarbeiten und auch nur die gefestigten Zuwächse (d.h. nicht etwaige Tempgains) in die Abschlussmessung aufzunehmen. Ansonsten verlässt man sich schnell auf einen errungenen BPFSL-Wert (bis zu dem man den BPEL nachziehen will), der dann aber nach Umstellen des Trainingsfokus schnell wieder in sich zusammenfällt.
    Um dies zu vermeiden, sind zwei Herangehensweisen im BPFSL-Fokusprogramm empfehlenswert: Zum Einen sollte man darauf achten, möglichst große Anteile der BPFSL-Zuwächse direkt an der Tunica und nicht an den Ligamenten zu erzeugen (da Zuwächse an den Letzteren eher dazu neigen, sich zurückzubilden, wenn ein weiterer Trainingsreiz ausbleibt). Zum Anderen sollte man die Abschlussmessung einer BPFSL-Trainingsetappe erst nach 7-14 tägiger Trainingspause aufnehmen. Am Ende dieser ausgedehnten Pausenphase kann man sich vergleichsweise sicher sein, die gröbste temporäre Überdehnung ausklammern zu können. Der dann aufgenommene Wert dürfte also relativ stabil und verlässlich sein, was besonders wichtig ist, wenn man daraus das bisher erarbeitete Potenzial zum Nachziehen des BPEL ableiten möchte.
    Man beachte aber die Wortwahl: Mit Abschlussmessung ist jene Messung gemeint, die man am Ende einer Trainingsetappe absolviert. Bis zu dieser Abschlussmessung kann es im Rahmen eines BPFSL-Fokus aber durchaus zu monatlichen Kontrollmessungen kommen (siehe dazu auch Kapitel 5c), die dann eben auch Tempgains berücksichtigen und nur dazu dienen, über die grundlegende Wirksamkeit des derzeitigen Programms Auskunft zu geben.
    Hinsichtlich des zu wählenden Rhythmus ist bei BPFSL-fokussierten Programmen eine möglichst hohe Anzahl von aufeinanderfolgenden Trainingstagen von Vorteil. Dies rührt daher, dass man einer errungenen Dehnung des Gewebes nicht zu viel Zeit lassen sollte, sich wieder zurückzubilden. Gleichzeitig sollte man, wenn man es vermeiden kann, nicht mehr als einen Pausentag nacheinander einlegen. Aus diesem Grund empfehlen sich bei einem BPFSL-Fokusprogramm Rhythmen wie 3 On / 1 Off oder sogar 4 On / 1 Off. In jedem Fall muss aber sorgsam darauf geachtet werden, den Penis mit der Belastung nicht zu überfordern (was sich in Schmerzen im Schaft oder in der Penisbasis sowie Turtling äußern kann). Ansonsten können Verletzungen und auch Zuwachsstagnation die Folge sein.

    b.) Das BPEL-orientierte Fokusprogramm
    Ein BPEL-Fokusprogramm will gezielt die vertikale Ausdehnung der Schwellkörper erreichen, dabei aber gleichzeitig den EG (d.h. die horizontale Ausdehnung der Schwellkörper) ganz im Sinne der L1G2-Theorie ausklammern. Eben dieser Balanceakt stellt die größte Herausforderung dieser Fokusvariante dar.
    Genauer: Will man den BPEL in den Trainingsmittelpunkt stellen, landet man notgedrungen beim Training der Schwellkörper. So einfach dies auch klingt, so schwierig ist es letztlich, die Trainingswirkung eines Schwellkörperprogramms auf den BPEL zu begrenzen. Schnell wirkt sich Schwellkörpertraining auch auf den Penisumfang aus, was aber besonders im Rahmen eines Fokusprogramms sehr hinderlich sein kann, da man in der nächsten Trainingsetappe sehr wahrscheinlich wieder den BPFSL steigern möchte. In Anbetracht der L1G2-Theorie, erschwert man sich aber zukünftig weitere Zuwächse am BPFSL, wenn man den EG immer wieder ungewollt erhöht. Man steht also vor einem Problem, was die Steuerung der Schwellkörperzuwächse angeht.
    Einerseits ist die ALP-Erweiterung der TSM-Theorie eine wichtige Grundlage in Hinblick darauf, wie man derartige Zuwächse steuern kann. Andererseits ist die Zuwachsentwicklung auch nicht allumfassend mit der ALP-Erweiterung zu planen, insofern nicht nur die BPFSL-BPEL-Differenz die Zuwachsausprägung bestimmt, sondern auch der grundlegende Schwerpunkt einer Übung. Blutstauübungen (wie Clamping, Cockring-Ballooning, manuelle Blutstaugriffe und in weiten Teilen auch das Vakuumtraining) haben ihren Schwerpunkt eher bei der Förderung des EG. Zwar werden die Schwellkörper allgemein beansprucht und es kann im Zuge von derlei Blutstauübungen auch zu einem Anstieg des BPEL kommen - aber weder gesichert, noch fokussiert, noch isoliert.
    Eben an dieser Stelle zeigt sich das wahre Problem bei einem BPEL-Fokusprogramm, denn es fehlt an dem Variantenreichtum der anderen beiden Fokusprogramme, wie man diesen Wert gezielt steigern kann. Während es zahllose unterschiedliche Arten des Stretchings (zur Förderung des BPFSL) und ebenso viele Varianten von Blutstauansätzen (zur Erhöhung des EG) gibt, mangelt es an BPEL-fokussierten Übungen.
    Der verlässlichste Ansatz ist dabei gleichsam der Älteste und Bekannteste: Das klassische Jelqing. Sofern die BPEL-BPFSL-Differenz eine vertikale Ausdehnung der Schwellkörper begünstigt (also ein möglichst großer Abstand zwischen diesen beiden Werten besteht), führt fokussiertes Jelqing mit einiger Sicherheit zur Erhöhung des BPEL. Im Gegenzug sollte man nur darauf achten, die Jelqs locker genug und mit nicht zu hoher EQ auszuführen, um einerseits das Verletzungsrisiko bei ausgedehnten Jelqing-Sitzungen (wie sie ein solches Fokusprogramm meist beinhaltet) zu verringern und andererseits den EG nicht parallel ansteigen zu lassen. Ein aussichtsreicher Ansatz sind dabei also Low- und Mid-EQ-Jelqs mit eher lockerem Griff. Abseits des Jelqings gibt es im Grunde keine manuelle Übung, die dafür bekannt ist, dass sie verlässlich und fokussiert den BPEL erhöht.
    Auch gerätebasiert ist dem BPEL nur schwer gezielt beizukommen. Jelq-Zangen bilden hier eine Ausnahme, wobei deren Nutzung nicht den Geschmack eines jeden PE-Anwenders trifft. Gleichsam ist zu hinterfragen, ob eine Anwendung einer solchen Zange gegenüber dem manuellen Jelqing einen Vorzug hat. Im Grunde sind die Nutzung einer Jelq-Zange (und die damit verbundene Ausgabe) nur dann anzuraten, wenn man Probleme mit dem manuellen Jelqing hat.
    Über die Zange hinaus ist das Vakuumtraining noch ein möglicher, aber eher unzuverlässiger Ansatzpunkt beim gezielten Training des BPEL. Zwar ist es möglich, dass man mit einer Penispumpe (welchen Typs auch immer) den BPEL anhebt, jedoch steigt meist gleichsam der EG – oftmals sogar vor allem dieser. Hier gerät man also sehr schnell wieder in die zuvor geschilderte Problematik. Andere Männer wiederum berichten, dass ihnen das Vakuumtraining bei keinem der beiden Werte weitergeholfen hat. Insgesamt ist somit zu sagen, dass bei einem BPEL-Fokus sehr wahrscheinlich das Jelqing als Programmgrundlage die höchsten Erfolgsaussichten hat.
    In Hinblick auf den anzustrebenden Trainingsrhythmus gilt das, was bei allen Schwellkörperprogrammen beachtet werden sollte: Regelmäßige Regenerationstage sind wichtig, damit sich die glatte Muskulatur der Schwellkörper aufbauen kann und sich die strapazierten Gefäße von der Überdehnung durch das Training erholen können. Gleichsam sollte das Training des BPEL aber nicht zu intensiv sein, insofern es nicht zu einem zu großen Blutstau kommen sollte. Es sind also tendenziell etwas weniger Regenerationstage als beim EG-orientierten Fokusprogramm nötig, jedoch etwas mehr als bei einem BPFSL-Programm. Empfehlenswert wäre daher ein Rhythmus von 2 On / 1 Off, mitunter auch 3 On / 1 Off, wenn dies keine Überlastungserscheinungen erzeugt.

    c.) Das EG-orientierte Fokusprogramm
    Die dritte Variante des Fokusprogramms stellt den Penisumfang (EG) in den Mittelpunkt und ist üblicherweise der Fokus, der zum Abschluss der eigenen PE-Karriere angestrebt wird. Dies hängt damit zusammen, dass man zuvor die gezielte Erweiterung des EG vermeidet, um dadurch nicht eine weitere Ausdehnung des BPFSL zu erschweren (siehe dazu auch: Die TSM-Theorie und der ALP-Erweiterungsansatz | PE-Community). Somit ist das EG-orientierte Fokusprogramm für all jene gedacht, die mit ihrer Penislänge (BPEL) mittlerweile zufrieden sind und nun noch den Penisumfang auf einen bestimmten Wert bringen wollen.
    Als Basis für eine Steigerung des EG, werden stets blutstauende Übungen herangezogen. Die Auswahl ist hier reichhaltig, basiert aber meist auf demselben Prinzip. Manuell gibt es zu diesem Zweck die vier Blutstaugriffe (mit diversen Abwandlungen), namentlich Erect Squeezes, Uli Squeezes, Horse Squeezes und Compressor Squeezes. Diese kann man dann auch sehr gut mit High-EQ-Jelqing flankieren. Semi-manuell wäre das Cockring-Ballooning zu nennen, dessen härtere und risikoreichere (und im Grunde nicht mehr zu empfehlende) Variante das klassische Clamping ist. Darüber hinaus ist Vakuumtraining (egal ob mit Elektro-, Automatik-, Hydro- oder Trockenpumpen) in der Lage, den EG zu steigern.
    Da eine möglichst hohe Erektionsqualität bei allen EG-fokussierten Übungen eine wichtige Rolle spielt, bietet es sich an, auf diverse durchblutungsfördernde Supplemente zurückzugreifen, um sich das Training zu erleichtern bzw. eine noch stärkere Ausdehnung der Schwellkörper in die Breite zu erreichen. Natürlich ist diese chemische Unterstützung nicht zwingend notwendig, aber durchaus einen unvoreingenommenen Blick wert, wenn der EG im Trainingsmittelpunkt steht. Man steht hier also vor einer relativ großen Bandbreite von Übungsansätzen, aus denen man sich ein individuell abgepasstes Programm zusammenstellen kann.
    Zentral ist beim EG-fokussierten Training allerdings nicht nur der eigentliche Übungsreiz (der meist als sehr intensiv bzw. belastend empfunden wird), sondern auch (wenn nicht sogar vor allem) die sich daran anschließende Regenerationsphase. Genau genommen ist diese im EG-Fokusprogramm sogar noch wichtiger als in den zwei anderen Fokusvarianten. Denn damit sich der EG ausdehnen kann, müssen die Schwellkörper überdehnt und gleichsam ihr Verschlusssystem gestärkt werden. Dies erreicht man durch eine Förderung der glatten Muskulatur, die an den Wänden der Gefäße liegt. Während die genannten Schwellkörperübungen diese strapazieren, braucht sie danach genügend Erholung, um sich zu stärken und zu erweitern. Werden sie hingegen überlastet oder sogar durch die Überdehnung verletzt (was sich dann in geplatzten Gefäßen und Gewebeeinblutungen zeigt), kann es sehr schnell zu einem Zuwachsstopp kommen. Auch hier ist es also essentiell, das Training richtig zu dosieren und mit geringstmöglichem Aufwand die bestmöglichen Zuwächse zu erzeugen.
    Um den nötigen Regenerationsphasen in diesem Programm Rechnung zu tragen, arbeitet man im EG-Fokusprogramm mit den pausenreichsten Rhythmen. Als Maximum empfiehlt sich eine Belastung von 2 On / 1 Off, bei besonders intensiven Programmen mit starker Belastung für die Schwellkörper sind dagegen Rhythmen wie 1 On / 1 Off oder sogar 1 On / 2 Off oft sinnvoller.
    Als Indikator für die Wahl des Rhythmus sollte man immer die Reaktion des Penis auf das Training heranziehen. Nach oder während einer Sitzung sollte er keinerlei Überlastungserscheinungen (z.B. Einblutungen, Turtling, Schmerzen) aufweisen. Treten diese auf, sollte die Intensität bzw. der Rhythmus angepasst werden. Gleiches gilt, wenn an einem Trainingstag noch Belastungsgefühle vom vorherigen Training zu spüren sind. In diesem Fall ist die Regenerationsphase definitiv zu kurz – und sollte entweder verlängert oder aber die Gesamtintensität des Programms gesenkt werden.
    In dem Zusammenhang sei auch noch mal explizit erwähnt, dass ein Aufteilen des Trainingspensums über den Tag nicht zu empfehlen ist. Der Grund dafür ist simpel: Teilt man das Tagesprogramm auf mehrere Sitzungen auf, verkürzt man damit die Regenerationsphasen zwischen den Sitzungen. Dies kann sich besonders bei EG-fokussierten Programmen negativ auswirken. Auch wenn Vergleiche zwischen dem PE und dem Besuch eines Fitnessstudios meist nicht besonders treffend sind (da andere körpereigene Prozesse zugrunde liegen), kann man an dieser Stelle sagen, dass ein EG-fokussiertes Training noch am Ehesten mit Krafttraining verglichen werden kann. Es geht also nicht darum, den Penis möglichst dauerhaft zu belasten, sondern um einen fokussierten Trainingsreiz mit sich anschließender, ausreichender Erholungsphase.

    8. Alternierende Fokusprogramme: Konkrete Beispiele
    Es folgen einige Beispiele für die drei Fokusvarianten, jeweils mit unterschiedlicher Übungsbasis (manuell, gerätebasiert oder beides) und verschiedenem Fokus (rein oder tendenziell).
    Die hier skizzierten Programme sind selbstredend keine verbindlichen Vorgaben für jemanden, der nach dem Konzept des Fokusprogramms trainieren will. Vielmehr sollte jedes Fokusprogramm individuell auf die Wünsche und den Hintergrund des Anwenders zugeschnitten werden. Als Grundlage so einer Individualberatung dient immer das eigene Trainingslogbuch im Forum (siehe: Trainingsberichte | PE-Community) in dessen Rahmen dann auch vorherige Trainingsintensitäten, bisher erreichte Zuwächse, derzeitige Messwerte und weitere Details für die Konzeption des neuen Programms herangezogen werden.
    Die hier zu findenden Beispiele sollen somit nur eine Übersicht darüber geben, wie ein Fokusprogramm dieser oder jener Variante aussehen könnte.
    20 Minuten 2-Point-Stretches
    10 Minuten Standard-Stretches
    5 Minuten Mid-EQ-Jelqing
    5 Minuten Ballooning
    5 Minuten Beckenbodentraining
    3 Stunden Stealth Innerwear
    90 Minuten Stangen-Extender
    10 Minuten Mid-EQ-Jelqing
    5 Minuten Ballooning
    5 Minuten Beckenbodentraining
    5 Minuten Standard-Stretches
    5 Minuten BTL-Stretches
    5 Minuten Heli-Stretches
    3 Stunden Gurt-Extender
    5 Minuten Beckenbodentraining
    5 Minuten Standard-Stretching
    20 Minuten Mid-EQ-Jelqing
    10 Minuten Low-EQ-Jelqing
    5 Minuten Ballooning
    10 Minuten Beckenbodentraining
    35 Minuten Mid-EQ-Jelqing mit Jelq-Zange
    5 Minuten Ballooning
    10 Minuten Beckenbodentraining
    10 Minuten Standard-Stretching
    15 Minuten Mid-EQ-Jelqing
    30 Minuten Vakuumtraining (3x 10 Minuten bei -4 inHG)
    5 Minuten Ballooning
    10 Minuten Beckenbodentraining
    15 Minuten High-EQ-Jelqing
    5 Minuten Erect Squeezes
    5 Minuten Uli Squeezes
    5 Minuten Ballooning
    15 Minuten Beckenbodentraining
    40 Minuten Vakuumtraining (4x 10 Minuten bei -4 inHG)
    10 Minuten Cockring-Ballooning
    15 Minuten Beckenbodentraining
    5 Minuten High-EQ-Jelqing
    5 Minuten Uli Squeezes
    10 Minuten Cockring-Ballooning
    20 Minuten Vakuumtraining (2x 10 Minuten bei -4 inHG)
    15 Minuten Beckenbodentraining

    9. Zuwachsaussichten und -analyse im Fokusprogramm
    In diesem Kapitel wird etwas näher auf Erfahrungswerte hinsichtlich der zu erwartenden Zuwächse im Fokusprogramm eingegangen. Anhand dieser Richtwerte wird dann auch eine Analyse der Zuwächse erläutert und wie man auf diese durch Programmumstellungen reagieren kann.

    a.) Erfahrungsgemäßes Zuwachspotenzial
    Wie bereits im Kapitel 2 näher ausgeführt, ist das Konzept des Fokusprogramms eigentlich nur für jene PE-Anwender relevant, die mittels des Steigerungsprogrammes keine zufriedenstellenden Zuwächse mehr erreichen. Aus dieser Situation leiten sich auch die Zuwachsaussichten im Fokusprogramm ab. Zu erwarten sind eigentlich nur Zuwächse bei dem jeweiligen, in den Fokus gestellten Wert der letzten Trainingsetappe. Entstehen darüber hinaus innerhalb einer Etappe signifikante Zuwächse an anderen Werten, ist dies meist ein gern gesehener Nebeneffekt, kann aber auch kritisch betrachtet werden (z.B. wenn man nur den BPEL steigern wollte, aber der EG erheblich mitsteigt).
    Die Höhe der zu erwartenden Zuwächse ist derweil sehr vom trainierten Wert und dem allgemeinen Zuwachspotential des Anwenders abhängig. Bei einem BPFSL-fokussierten Programm kann man grob von Zuwächsen von 1 bis 2 mm je Monat ausgehen. Bei einem BPEL-Fokus sollte eine Messetappe stattdessen 3 bis 6 Monate betragen, wobei hier ungefähr ein Zuwachs von 2 bis 5 mm je Vierteljahr erreichbar ist. Auch beim EG-Fokus bietet sich eine Mess- bzw. Trainingsetappe von 3 bis 6 Monaten an, die erfahrungsgemäß zu erwartenden Zuwächse liegen hier je Vierteljahr jedoch nur bei 1 bis 2 mm.

    b.) Übertroffene Erwartungen
    Sollten die eigenen Zuwächse diese Erfahrungswerte deutlich übersteigen, kann man sich schlichtweg glücklich schätzen, dass das Training über die Maßen gut angeschlagen hat. Andererseits sollte man auch im Auge behalten, dass die vermessenen Zuwächse womöglich auch einige Tempgains enthalten oder aber gar ein Messfehler vorliegen könnte. Diesen Umstand sollte man natürlich durch möglichst akribische und genaue Messungen unterbinden, jedoch kann es immer mal vorkommen. Es ist in dem Fall umso wichtiger, bei den zukünftigen Messungen noch genauer auf deren Reproduzierbarkeit zu achten.

    c.) Ausbleibende Zuwächse
    Unterschreiten die Zuwächse die genannten Erfahrungswerte, ist dies ein ernstzunehmendes Signal, dass das derzeitige Fokusprogramm nicht die gewünschte Wirkung erzielt. Es stellt sich nun die Frage, ob die Intensität zu hoch oder zu niedrig ausgefallen ist. Denn beides kann zu einer Zuwachsstagnation führen.
    Vorweg sollte man aber natürlich sicherstellen, dass man das konzipierte Programm auch tatsächlich regelmäßig und diszipliniert ausgeführt hat. Hat man dies nicht, fällt auch die Bewertung schwer, ob die darin enthaltene Intensität passend ist oder nicht.
    Ist man sich sicher, dass der Misserfolg nicht eine Folge mangelhafter Trainingsdisziplin sein kann, sollte man ermitteln, ob das absolvierte Training den Penis schlichtweg überlastet hat. Dies äußert sich im Grunde immer durch Schmerzen, Turtling, EQ-Verlust oder weitere, übungsspezifische Überlastungserscheinungen (siehe dazu auch: Die PI-Theorie | PE-Community). Kam es zu solchen Symptomen, sollte man das Programm im eigenen Trainingslogbuch einer gemeinschaftlichen Prüfung unterziehen und die Intensität herabsetzen.
    Sind die Überlastungserscheinungen hingegen niemals aufgetreten, liegt die Vermutung nahe, dass die Intensität schlicht nicht (oder „nicht mehr“) ausreicht, um damit weitere Zuwächse zu erzielen. In diesem Fall stellt man eben diesen Umstand in seinem Trainingslogbuch zur Diskussion und ermittelt dann eine passende Erhöhung der Trainingsintensität.

    10. Wenn auch der Fokus nicht mehr hilft…
    Was soll man tun, wenn selbst das intensivste Fokusprogramm keine Zuwächse mehr bewirkt, obwohl man bereits jetzt an der Grenze des im Alltag zu bewältigenden Zeitpensums trainiert und alle möglichen Übungsansätze getestet hat?
    Im Grunde steht man an dieser Stelle vor einem nicht zu unterschätzenden Problem. Alles was einem nun noch bleibt, sind Umgehungsstrategien – denn mit dem Fokusprogramm hat man bereits die intensivste Trainingsmöglichkeit ausgeschöpft. Versagt (nach dem Steigerungsprogramm) nun auch das Fokuskonzept, hat man einen Punkt erreicht, an dem man akzeptieren sollte, dass weitere Zuwächse in der nächsten Zeit (oder auch dauerhaft) sehr unwahrscheinlich sind.
    Wer dies nicht akzeptieren kann oder will, hat nun im Grunde nur zwei Möglichkeiten, dieser Situation zu begegnen.
    • Entweder er verlegt seinen Fokus noch einmal auf einen anderen Messwert (d.h. er wechselt z.B. nach erfolglosem Training des BPEL wieder auf einen Fokus auf den BPFSL oder auf den EG) und hofft darauf, dass er wenigstens dort noch Erfolge erzielt.
    • Oder er beendet sein aktives PE-Training für einen Zeitraum von mehreren Monaten und versucht es danach mit einem neuen Anlauf. Näheres zu diesem Konzept findet sich hier: P04: Der Decondition-Break-Ansatz | PE-Community
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