Ü30: Myofascial Unlocking

Die Myofasciale Therapie ist eine Massageform, die Einschränkungen/Restriktionen des körpereigenen G

Schlagworte:
  1. chester
    Geeignet für:
    Einsteiger
    Risikoklasse:
    gering
    Anatomischer Fokus:
    Ligs, Tunica
    Geförderte Messwerte:
    keine
    Übungsfamilie:
    Ergänzung
    Hintergrund
    Die Myofasciale Therapie ist eine Massageform, die Einschränkungen/Restriktionen des körpereigenen Gewebes dehnt und dadurch Erleichterung verschafft.

    Der Penis ist durch das Ligamentum suspensorium am Körper "angehängt". Das mag jetzt seltsam klingen, aber das ist eine ähnliche Art von Bändern, die bei Frauen das "Hängen" der Brüste verhindern.
    Beim Mann ist das ein dreieckig geformtes Band, das den Penis mit der Symphyse verbindet, allgemein bekannt unter "Schambein".

    Wenn man im Bereich direkt oberhalb des Penis Druck ausübt, ist die harte, knochige Struktur des Bandes zu ertasten.
    Mit der Zeit und aufgrund der Beanspruchung kann das Band und die das Band ummantelnde Faszie verkrampfen bzw. sich zusammenziehen. Dies führt zu einer Einschränkung des Bandes, genauer zu einem Verlust der ursprünglichen Flexibilität und somit der maximalen Länge.
    Das hat dann zur Folge, dass der Penis während einer Erektion davon abgehalten wird, sich zu seiner vollen Länge zu entwickeln.

    Es existieren verschiedene Techniken, die das Band dehnen und die dazu führen, dass dieses wieder an Länge gewinnt.

    Myofascial Unlocking ist eine Technik, die helfen soll, die Verhärtungen in dem Band bzw. der Faszie zu beseitigen und dem Penis so zu mehr Länge verhelfen kann.
    Wie bei jeder Art von solchen Techniken ist es ratsam, vorher mit einem Arzt darüber zu sprechen.

    Ausführung
    Der erste Teil der Übung sollte im Stehen ausgeführt werden, der Penis sollte nicht erigiert sein.

    Lass zuerst deine Arme so herunterhängen, dass deine Handflächen zum Körper zeigen.
    wdbmyofascial1.png

    Benutze dann deine Finger und platziere sie genau oberhalb der Basis deines Penis (rote Punkte auf dem Bild rechts). Indem du sanften Druck ausübst beginnst du, die tieferliegenden Gewebeschichten zu ertasten. Du solltest so in der Lage sein, das Schambein zu ertasten. Bearbeite diese Region sanft mit deinen Fingern.
    An bestimmten Stellen wirst du wunde oder verspannte Punkte spüren – keine wirklich schmerzhaften, sondern eher empfindliche Stellen. Ähnlich dem Gefühl, wenn du einen Radiergummi an bestimmte Stellen deiner Fußsohle drücken würdest.
    An diesen Stellen ist das Gewebe "verkürzt", was auch den Grund darstellt warum sich diese Punkte so anfühlen – gesundes Gewebe fühlt sich nicht empfindlich an.

    Beginne nun, diese druckempfindlichen Stellen sanft mit deinen Fingerspitzen zu massieren. Das hilft die Verhärtungen zu beseitigen und sorgt für ein gesünderes, flexibleres Band und für mehr Durchblutung im gesamten Bereich.

    Fange unbedingt behutsam an und warte ein paar Tage, bis du diese Stellen wieder behandelst. Nach den ersten beiden Sitzungen können sich diese Punkte noch empfindlicher anfühlen, doch im Laufe der Zeit dieses leicht schmerzhafte Gefühl nachlassen und verschwinden.

    Die erweiterte Ausführung dieser Technik beinhaltet folgende Vorgehensweise:
    Eine Hand massiert die zu behandelnden Gebiete wie oben beschrieben, die andere übt einen leichten Zug am Penis aus, und zwar in nach außen und oben gerichteter Zugrichtung. Das hilft das Band zu dehnen, während du an den Knoten arbeitest.
    Dieser Teil der Übung kann schlaff oder halb-erigiert ausgeübt werden.

    Als nächstes gehen wir dazu über, die Fasern unter Zug "umzuschulen".
    Das bricht Verhärtungen im fibrösen Anteil des Bandes auf. Im folgenden Bild (innerhalb des roten Kreises) sieht man die Bänder, die für die Aufhängung des Penis in seiner Position da sind. Diese Bänder sind z.B. erkennbar, wenn der Penis sehr stark erregt ist. Eventuell verstärkt zusätzlicher Zug am Penis das Hervortreten der Bänder.

    wdbmyofascial2.png

    Diesen Bändern wollen wir uns als Nächstes zuwenden.
    Zur Ausführung sollte eine volle Erektion vorhanden sein.

    Verwende etwas Gleitmittel (Öl, Gleitgel, etc.) auf dem Daumen, wenn du die Technik ausführst.
    Wir beginnen mit der rechten Seite, also versieh zuerst deinen rechten Daumen mit Gleitmittel.

    Beginne am Anfang der blauen Pfeile, übe einen festen Druck aus mit deinem rechten Daumen, während du mit deiner linken Hand den Penis stützt.
    Nachdem du den Druck aufgebaut hast, folge der Richtung des Pfeiles. Das wird dir helfen den Faserverlauf des Bandes zu folgen: von seinem Ursprung am Schambein (der Beginn der blauen Pfeile) folgend bis zu seinem Ansatz an der Oberseite des Penis (dem Ende der schwarzen Pfeile) bzw. der mit den roten Punkten versehenden Linie.
    Verwende genug Druck um die "Empfindlichkeit" des Bandes zu spüren – diese rührt von den Knoten her.

    wdbmyofascial3.png

    Benutze also deinen Daumen um das Band zu "melken": langsam, und mit konstantem Druck.
    Beginne am Körper, da wo der Penis ansetzt, und gehe ungefähr bis ein halbes Inch (= 1.3 cm) in den Verlauf der Basis deines Penis.
    Sobald dein Daumen dabei am Penis angekommen ist, ziehe deinen Penis mit der anderen Hand leicht nach unten.

    Diese Vorgehensweise wird helfen, das penile Ligament lösen.

    Beginne dann, deinen Penis mit der linken Hand immer etwas weiter nach links zu ziehen, während du die Übung durchführst. Die stärkere Spannung hilft, das Band zu verlängern.

    Die selbe Vorgehensweise wendest du anschließend auf der linken Seite des Penis an. Dann natürlich mit dem linken Daumen, leichtem Zug nach rechts usw.

    Die Hauptrichtungen (unten, rechts, links) sind damit erklärt.
    Es ist sinnvoll beim Peniswinkel zu variieren, um das Maximum aus den Übungen herauszuholen.

    Als nächstes machen wir weiter mit einer Technik für die Tunica Albuginea.
    Dabei handelt es sich um die Faszie, die die Schwellkörper bedeckt, einhüllt und in Form hält.

    Einschränkungen und Straffheit dieser Faszie verhindert die Fähigkeit, deinen Penis zu seiner maximalen Größe anschwellen zu lassen. Die folgende Technik kann diese Faszie auflockern, so dass deine Jelq-Techniken ihren bestmöglichen Erfolg haben werden (am besten also vor dem Jelqen durchführen).
    Du erfasst damit die seitlichen und oberen Bereiche des Penis. Die roten Punkte auf dem unteren Bild befinden sich auf der rechten Seite des Penisses. Ausgeführt werden sollte diese Technik auf beiden Seiten.

    wdbmyofascial4.png

    Beginnen wir mit der rechten Seite des Penis.
    Es ist wichtig eine möglichst maximale Erektion bei der Ausführung zu haben!

    Während man auf einem Stuhl oder am Bettrand sitzt, hält man die linke Seite des Penis in der linken Hand, so dass die rechte Penisseite oben liegt. Benutze deinen Daumen, und starte an der Base mit dem ersten roten Punkt.
    Übe nun mit deinem rechten Daumen einen moderaten Druck auf diese Stelle aus.
    Während du mit deinem Daumen drückst, bewege deinen Daumen gleichzeitig in kleinen kreiselnden Bewegungen – im oder gegen den Uhrzeigersinn.

    Führe dies für 20 Sekunden auf der ersten Stelle durch, die durch die roten Punkte auf dem Bild gezeigt wird.
    Im Anschluss gehst du zum nächsten derart dargestellten Bereich – wieder 20 Sekunden, und so weiter bis du alle markierten Bereiche abgearbeitet hast.
    Führe diese Technik nicht auf der Eichel aus.

    Stelle sicher, dass du die komplette Seite der Faszie flächig bearbeitet hast.
    Wenn die rechte Seite behandelt wurde, folgt nun die linke Seite.
    Diese Übung sollte auf jeder Seite möglichst 1x täglich durchgeführt werden.

    Falls du während der Ausführung ein unangenehmes Gefühl oder Schmerz verspüren solltest, brich die Übung ab.

    Auch hier ist es ratsam, vor der Ausführung einen Gesundheitsfachmann zu konsultieren.

    Noch einmal sei erwähnt, dass es besonders sinnvoll ist diese Übung vor dem Jelqing durchzuführen, da es deine Faszie lockert und den Schwellkörpern somit erlaubt, zu ihrer maximalen Größe anzuschwellen.
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