Ü23: Compressor Squeezes

Extrem intensive, zweihändige Blutstauuübung die den erigierten Penis zusätzlich staucht

  1. BuckBall
    Geeignet für:
    Experten
    Risikoklasse:
    hoch
    Anatomischer Fokus:
    Schwellkörper (horizontal)
    Geförderte Messwerte:
    EG
    Alternative Bezeichnung:
    Compressors, Isolated Compression Squeeze
    Übungsfamilie:
    Blutstaugriffe
    Verwandte Übungen:
    Erect Squeezes (Fortgeschritten), Uli Squeeze (Fortgeschritten), Horse Squeezes (Experte)
    Hintergrund
    Der Compressor Squeeze ist der intensivste der vier Blutstaugriffe, der die Schwellkörper einer extremen Belastung aussetzt und ein nicht zu unterschätzendes Verletzungsrisiko aufweist. Seine Anwendung ist nur erfahrenen PE'lern empfohlen - und jenen auch nur dann, wenn mildere Formen der Blutstaugriffe keine genügenden Trainingsreize mehr zu setzen vermögen. Im Grunde ist er eine weiter gesteigerte Form des Horse Squeezes, insofern er die Doppelstauung des Blutes mit der Druck erzeugenden Bewegung beider Hände verbindet. Wie beim Horse Squeeze konzentriert sich daher die Intensität auf die horizontale Überdehnung der Schwellkörper, wobei durch den umrahmenden Doppelgriff vor allem das Schwellkörperareal des Penisschafts (weniger die Eichel) im Fokus der Übung steht.

    Ausführung
    Für die Ausführung dieser Übung muss eine Erektion bestehen, wobei deren Grad auch über die Intensität der Übung entscheidet. Zu Beginn ist es daher ratsam, nur mit einer weniger ausgeprägten Erektion die Übung zu testen, um deren Belastung für sich austesten zu können. Bei gewohnter Anwendung können dann auch intensive Erektionen als Übungsgrundlage gewählt werden.
    Für die Ausführung von Compressor Squeezes ist die Verwendung von Gleitmittel notwendig.
    1. Massiere das gewählte Gleitmittel in deinen Penis ein. Dafür geeignete Substanzen findest du unter dem Eintrag "Empfehlenswerte Gleitmittel" im Kapitel Zusatzhinweise (siehe unten).
    2. Umfasse mit der einen Hand deine Peniswurzel mit einem festen OK-Griff und staue so das Blut in deinen Schwellkörpern. Um den Stauungseffekt zu unterstützen, kannst du, kurz bevor du den Griff fester anziehst, auch einen Kegel ausführen, um zusätzliches Blut in die Schwellkörper einfließen zu lassen.
    3. Mit der anderen Hand bildest du zeitgleich einen zweiten, engeren OK-Griff, den du von vorne über die Eichel ziehst und sehr langsam bis zum Eichelkranz bewegst.
    4. Während du den zweiten OK-Griff von der Eichel den Schaft hinab bewegst, schiebst du zusätzlich nun den OK-Griff an der Peniswurzel den Schaft hinauf - so dass sich letztlich beide Griffe langsam und gleichmäßig aufeinander zu bewegen. Dies tust du solange, bis sich beide Hände berühren. Für den Weg beider Hände aufeinander zu solltest du ungefähr 10-20 Sekunden benötigen. Beide Griffe sollten während dieser Zeit intensiviert werden, um das Blut möglichst effektiv zu stauen und durch den Schaft zu pressen. In keinem Fall sollten bei diesem Vorgang jedoch Schmerzen auftreten oder unangenehme Gefühle auftreten. Du wirst nun feststellen, dass sich der Druck durch die beiden umschließenden Griffe auf den Penisschaft konzentriert und die dortigen Schwellkörperareale massiv expandieren. Es entsteht durch die beiden aufeinander zu steuernden Griffe eine starke Kompression des Blutes, was auch die Namensgebung dieser Übung erklärt.
    5. Lockere danach den Griff wieder für einige Sekunden und führe ihn wieder an den Anfang der Peniswurzel. Den zweiten OK-Griff, der von der Eichel hinunter wanderte, entferne vom Schaft.
    6. Wiederhole dieses Vorgehen so oft wie du es dir in deinem Trainingspensum vorgenommen hast. Achte sorgfältig auf die Reaktion deines Penis beim Ausführen der Übung und vermeide Überlastungen der Schwellkörper, die sich z.B. an kleinen geplatzten Blutgefäßen zeigen können.

    Zusatzinfos
    • Intensitätsregulierung: Die Intensität von Blutstaugriffen ist mit besonderer Umsicht zu erhöhen, da hier die Schwellkörper schnell auf ein extremes Maß ausgedehnt werden. Im Grunde wird eine Erhöhung der Intensität stets über drei Stellschrauben gesteuert: Der vorherrschenden EQ bei der Übungsausführung, dem gezielten Einsetzen von Kegel-Pumps und der Druckstärke des Staugriffes. Will man die Intensität der Gesamtübung erhöhen kann man also wahlweise eine ausgeprägtere Ausgangserektion und/oder einen festeren Griff wählen, der die Zirkulation des Blutes dann stärker hemmt und es letztlich effektiver in den Schwellkörpern staut. Das Einsetzen von Kegel-Pumps (d.h. dem gezielten Einpumpen von Blut durch Nutzung der Beckenbodenmuskulatur) kann diesen Effekt noch erhöhen, in dem der Griff kurz gelockert wird, wenn man den Kegel-Pump ausführt, und danach wieder fester ansetzt, um das eingepumpte Blut im Schaft zu halten. Prinzipiell ist es anzuraten, zu Beginn einen Blutstaugriff nur mit moderater EQ zu testen, um ein Gefühl für die Wirkungsweise der Übung zu bekommen. Auf lange Sicht kann man sich auf diese Weise dann behutsam an eine passende Ausführungsintensität herantasten. Dabei ist zu beachten, dass nicht die größtmögliche Intensität oder Überdehnung auch die Beste ist. Die Schwellkörper können auch schnell überfordert werden, was dann den förderlichen Effekt der Übung zunichtemacht oder sogar ins Gegenteil verkehrt.
    • Kombination mit Jelqing: Sämtliche Blutstaugriffe eignen sich im Grunde auch um direkt mit dem Jelqing verbunden zu werden. Gemeint ist damit nicht, dass man zusätzlich jelqähnliche Bewegungen bei der Ausführung der Blutstaugriffe ausführt, sondern dass man unter das Jelqing immer wieder einzelne Sätze eines Blutstaugriffes mischt. Kombiniert man die Griffe mit High-EQ-Jelqing nützt dies vor allem um den EG-fokussierten Trainingsreiz der Griffe zusätzlich zu unterstützen. Doch auch die Kombination mit Mid-EQ- oder Low-EQ-Jelqs kann sehr lohnenswert sein, da die Jelqphasen dann dazu genutzt werden können, die durch die Griffe erzeugte Blutstauung wieder abzumildern und die allgemeine Durchblutung des Penis wieder anzuregen.
    • Empfehlenswerte Gleitmittel: Für Compressor Squeezes können die verschiedensten Mittel zum Einsatz kommen, um einen möglichst reibungslosen Ablauf der Übung zu garantieren. Zum Einen eignet sich dazu jedwedes Pflegeöl (z.B. Babyöl oder Massageöl), das auf Reizstoffe verzichtet (diese können die Eichelschleimhaut angreifen und sollten daher gemieden werden). Auch die meisten Speiseöle (z.B. Sonnenblumenöl oder Olivenöl) können bedenkenlos für das Training benutzt werden. Zum Anderen können auch Pflegecremes und Lotionen verwendet werden (z.B. klassische Bodylotion oder Handcremes), wobei es in diesem Segment sogar Produkte gibt, die extra für die Anwendung am Penis ausgelegt sind. Auch Heilsalben (z.B. Bepanthen oder Zinksalbe) können zum Einsatz kommen, wobei bei den Salben umso mehr darauf zu achten ist, dass es sich nicht um eine Wärme-, Schmerz oder Muskelsalbe (wie z.B. Finalgon oder Voltaren) handelt. Diese Reizen die Schleimhäute der Eichel und die empfindliche Schafthaut extrem und können große Schmerzen oder aber kühle Taubheit erzeugen - beides keine Zustände, die für das Training förderlich sind. Man sollte in der Hinsicht auch bei der Anwendung von Zinksalbe aufmerksam sein, da diese einen austrocknenden Effekt hat, der unter Umständen die Eichelschleimhäute reizen kann. Generell haben alle aufgelisteten Mittel ihre Vorzüge und Schwächen: Während Öle sehr lange ihre Gleitfähigkeit behalten, sind sie hinterher nur durch gründliches Waschen von den Händen und aus dem Intimbereich wieder zu entfernen. Cremes, Lotionen und Salben ziehen wiederum schnell ein (müssen also während des Trainings hin und wieder nachgenommen werden), erfordern dafür aber auch keinen zusätzlichen Reinigungsaufwand (und pflegen zudem die Penishaut). Bei Salben ist allerdings oft die Konsistenz ein Problem, so ist z.B. Zinksalbe sehr zäh ist und verfügt deswegen nur über vergleichsweise geringe Gleiteigenschaften. Insgesamt betrachtet ist die Verwendung von handelsüblichen Körperpflegecremes oder -lotionen meist zu bevorzugen. Der verringerte Reinigungsaufwand nach dem Training und die Pflegeeigenschaften für die Haut sind erhebliche Vorteile bei der Trainingsgestaltung. Im Zweifel sollte man aber schlicht für sich austesten, welches Gleitmittel für einen selbst am Angenehmsten ist.
    mo1111, Night und blackhat gefällt das.