Ü15: JAI-Stretches

Ruckartige Einhandstretches, die die Atmung und den Beckenboden miteinbeziehen

  1. BuckBall
    Geeignet für:
    Fortgeschrittene
    Risikoklasse:
    moderat
    Anatomischer Fokus:
    Tunica, Ligs
    Geförderte Messwerte:
    BPFSL
    Alternative Bezeichnung:
    Ruck-Stretches, JAIs
    Übungsfamilie:
    Einhandstretches
    Verwandte Übungen:
    Klassisches Stretching (Einsteiger), Behind-The-Leg-Stretches (Fortgeschritten), Heli-Stretches (Fortgeschritten), Blaster Stretches (Fortgeschritten)
    Hintergrund
    Die JAI-Stretches wurden im Jahre 2002 von einem US-amerikanischen PE‘ler entwickelt, der die Anwendung von klassischem Stretching mit einem bestimten Atemrhythmus und der Entspannung des Beckenbodens verbunden hat. Die Kurzform JAI steht dabei für Johan’s-Active-Isolated-Stretches. Die Grundlagen der Übung wurden damals aus dem regulären Fitnesstraining abgeleitet, insofern auch dort Entspannung zu erhöhter Dehnbarkeit führt.
    Die Besonderheit der Übung ist somit die hohe Ausdehnung des Penis durch einen kurzzeitig erhöhten Zug bei gleichzeitiger Kontrolle der Atmung und Entspannung des Beckenbodens. Die vergleichsweise ruckartige Ausführung der JAI-Stretches birgt derweil ein höheres Risiko als das klassische Stretching, weshalb sie mit hinreichender Umsicht ausgeführt werden sollten, um Verletzungen zu vermeiden.

    Ausführung
    Die Übung setzt einen vollkommen schlaffen und aufgewärmten Penis voraus, um das Verletzungsrisiko so gering wie möglich zu halten und die Zugkräfte möglichst ungehindert auf die Tunica wirken zu lassen. Die JAI-Stretches können wahlweise im Stehen, Sitzen oder Liegen ausgeführt werden. Das Vorhandensein oder Fehlen der Vorhaut hat keinen Einfluss auf die Wirkung der Übung.
    1. Ziehe die Vorhaut (sofern vorhanden) vollständig zurück und setze den OK-Griff, möglichst weit oben am Schaft, nahe dem entblößten Eichelkranz an.
    2. Greife fest genug zu, um einen Zug nach vorne aufbauen zu können, quetsche den Penis jedoch nicht zu sehr ein. Der Griff sollte weder schmerzen, noch sich unangenehm anfühlen.
    3. Achte auf deine Atmung und versuche diese ruhig und regelmäßig werden zu lassen. Für jedes Einatmen und Ausatmen lasse dir jeweils 2-3 Sekunden Zeit.
    4. Beim Ausatmen ziehe den Penis genau vertikal (d.h. im 90°-Winkel) von deinem Körper weg, bis das Gewebe gestrafft ist und sich bei weiterem Zug nicht mehr signifikant weiterdehnt. Du wirst nun im optimalen Fall bemerken, dass der Penis ein wenig schmaler geworden ist, sich dafür aber nach vorne ausgedehnt hat. Die Entspannung des Körpers beim Ausatmen sorgt derweil dafür, dass deine Beckenbodenmuskulatur nicht mehr aktiv gegen den Stretch arbeitet und dieser optimal wirken kann. Sofern du bereits über genügend Körperkontrolle verfügst, kannst du auch einen ausgedehnten Reverse-Kegel ausführen, solange du ausatmest.
    5. Sobald du das Ausatmen abgeschlossen hast (d.h. nach 2-3 Sekunden), lässt du den Zug auf den Penis erschlaffen, hältst aber den Penis weiter im OK-Griff. In dieser Haltung atmest du tief ein.
    6. Wenn du wieder bereit bist auszuatmen, wiederhole die Schritte 4-5, bis du die gewünschte Anwendungsdauer der Übung erreicht hast. Achte bei der Ausführung sorgfältig darauf, dass keine Erektion entsteht. Sollte diese auftreten, löse den OK-Griff umgehend und warte bis sie vollständig abgeklungen ist.

    Zusatzinfos
    Bislang sind keine Zusatzinformationen verfügbar.
    mo1111 gefällt das.