Sexuelle Entwicklungsstörungen bei Jungen der Jahrgänge 1979 bis ca.1984

Dieses Thema im Forum "Allgemeines zu Sexualität, Penis und Co" wurde erstellt von Bumselberti, 18 März 2017.

  1. Bumselberti

    Bumselberti Im Ruhestand Threadstarter

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    Ich möchte diesen Thread starten als Erfahrungsaustausch und Berichtsplattform, um herauszufinden, ob mein Eindruck richtig ist. Es geht um folgendes: Ich bin im o.g Zeitraum geboren und in meiner Pubertätszeit war im meinem gesamten Umfeld folgendes auffällig: Sehr gehäuftes Auftreten von starken Gynäkomastien, Fettverteilungsstörungen untypischer Art bei Jungen (Brust, Oberschenkel, Hüftspeck), teilweise bis 17 keinerlei Pubertätszeichen (sog. pubertas tarda), Ausbleiben von regelgerechtem Bartwuchs und Körperbehaarung usw. Viele auch heute auf die 40 zugehende sehen immer noch wesentlich jünger aus und gerade der Bartwuchs, Körperbehaarung ist nicht so, wie man sich das vorstellt. Ich habe den Verdacht, dass starke Umweltbelastungen der damaligen Zeit hierfür verantwortlich sind. Aufgewachsen bin ich nicht auf dem Land, sondern in einem eigentlich schönen Wohngebiet; starke Industrie mit entsprechenden Emissionen aber in direkter Nachbarschaft, Gewässer waren in der Kindheit stark belastet. Ich habe auch bei mir selbst das Gefühl, dass Androgene nicht so wirken können wie sie es eigentlich sollen. Gewisse Chemikalien, Stoffe sind in der Lage Androgenrezeptoren zu besetzen und somit die Androgenwirkung zu unterdrücken. Ich bin gespannt was Ihr mir so berichtet, ob Ihr ähnliche Eindrücke habt.
     
    #1
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  2. Alphatum

    Alphatum PEC-Koryphäe (Rang 9)

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    Ich bin zwar ein ganz kleines bisschen älter als die genannten Jahrgänge, aber die beschriebenen Probleme konnte ich in meinem Umfeld nicht feststellen.
    Die meisten Jungs waren schlank/normalgewichtig, sind ganz normal in die Pubertät gekommen und haben sich auch sonst ganz normal entwickelt.

    Sowas kann durchaus möglich sein. Da würde ich eine Entgiftung empfehlen, damit diese Stoffe aus dem Körper rauskommen.
    Was mir dazu spontan einfällt, sind zwei Dinge:
    Nach einer Mahlzeit einen Teelöffel Vitamin-C-Pulver nehmen. Denn Vitamin C ist in der Lage, verschiedene Giftstoffe (z.B. Schwermetalle) "einzufangen" und aus dem Körper zu entfernen.
    Und viel Kohlgemüse essen. Denn Kohlgemüse enthält Stoffe, die androgenfeindliche Chemikalien unschädlich machen können.
     
    #2
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  3. Bumselberti

    Bumselberti Im Ruhestand Threadstarter

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    Um es nochmal zu verdeutlichen was mir reihenweise begegnet ist und zu differenzieren:

    Typ 1: Atypische Fettverteilung (gynoid), allgemein zu Fettsucht neigend, Störung der Körper- und Bartbehaarung, Störungen der Genitalentwicklung, Gynäkomastie. Zu diesem Typ zählte ich.

    Typ 2: "Kindergartenkindsyndrom". Geringe Körpergrösse, geringes Gewicht, ewig kein Stimmbruch, sehr kleine Hoden und Kinderpenis, stark gemobbt deswegen. Erst kurz vor 18 kamen dann erste Pubertätszeichen, aber so richtige "Männer" wurden das nicht mehr. Auch heute noch schätzt man diese Personen um Jahre jünger ein und erschrickt bei Bekanntgabe des tatsächlichen Alters.

    TyP 3: Mischformen und eher dezentere Formen. Alles sieht auf den ersten Blcik halbwegs normal aus, aber dann erkennt man auch Zeichen eher spärlicher Körperbehaarung, eher schwacher Bartwuchs. Einige haben Probleme mit der Fertilität.

    ps. Ich habe in meiner Abiturabschlussklasse keinen einzigen Mitschüler, der bis heute zu einem kräftigen, gedeckten, langen Vollbart "fähig" ist. Die Hipsterbärte von heute sind da reines Wunschdenken.

    In den 90ern gab es mal einen Fernsehbericht, in dem kam, dass es in den damaligen beliebten Fussballtrikots Farbstoffe gebe, die über die Haut in den Körper gelangen könnten und zu heftigen Sexualstörungen führen könnten. Da war dann kurz Panik und danach wie immer business as usual. Ich gehe von vielen solchen Stoffen in der damaligen Zeit aus.
    Fahrlässigen Kontakt mit Chemikalien, z.B Spritzmitteln, hatte ich auch immer wieder und auch Kontakt mit teils sehr chemisch ausdünstendem Plastik und Gummi in Spielzeugen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 18 März 2017
    #3
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  4. dickbutt

    dickbutt PEC-Professor (Rang 8)

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    Ich bin zwar 5 Jahre zu jung um einen Erfahrungsbericht einzubringen. Aber vllt. haben deine Beobachtungen ja auch damit zu tun, dass in eurer Jugend elektronische Unterhaltungsmedien erstmals so richtig populär geworden sind und gleichzeitig der Breitensport in den 90er fast komplett weggebrochen ist. Es gehen auch immer weniger Leute einer körperlichen Arbeit nach. Körperliche Inaktivität spielt ja eine große Rolle bei vielen Zivilisationskrankheiten wie Fettleibigkeit die sich auch negativ auf die körperliche Entwicklung auswirken können.

    In meiner kleinen Heimatstadt war es aus heutiger Sicht echt verrückt wie viele Sportvereine und aktive jugendlicher Sportler es bis in die späten 80er/frühen 90er noch gab und in der Generation meiner Eltern (60er Baujahre) waren körperliche Aktivitäten ja auch für den Rest mit großen Abstand die beliebtesten Freiheitsbeschäftigungen. Bei Polizei und Militär gibt es ja auch immer größere Probleme mit Leuten die körperlich und koordinativ unterentwickelt sind weil sie nie wirklich Sport gelernt haben.

    Außerdem kommt ihr ja jetzt auch schon langsam in ein Alter wo die natürliche Testosteronproduktion stark nachlässt. Vllt. sucht man da auch vermehrt nach Ursachen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 18 März 2017
    #4
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  5. Bumselberti

    Bumselberti Im Ruhestand Threadstarter

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    @dickbutt. Ich kann das mit den Unterhaltungselektroniksachen nicht wirklich bestätigen. Meine Kindheit, Jugend spielte sich schon draußen ab, beim Schlägern aufm Spielplatz, Rollschuhfahren, Skateboarden, Fussballspielen. Den Gameboy, das NES, die Sega Sachen gab es dann zwar ab den späten 80ern, aber so richtige Stubenhockernerds gab es nur ganz wenige. Faule Säcke, Privatsender Chips mampfend auf dem Sofa guckend, waren wir grossteils nicht. Was ich defintiv nicht weiß, sagen kann ist, wie das ganze bei der damaligen Jugend in ländlichen Gebieten aussah. Da hatte ich null Kontakt und kenne bis heute keine richtigen "Landeier". Meine Eltern, 40er und 50er Jahrgänge haben im übrigen nie Sport ausgeübt. Da sind eher typische Stubenhocker und Unsportler. Aber beide sehr schlank. Mein Vater hat sich z.B erst ab 60 zum Spazierengehen herabgelassen. Zuvor nahm der selbst zum Briefkasten das Auto. Sport hat der nie gemacht in seinem ganzen Leben.
     
    Zuletzt bearbeitet: 18 März 2017
    #5
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  6. Alphatum

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    Berti, Du sagtest, in Deiner Stadt gab es viel Industrie.
    Was war das genau?
     
    #6
  7. Bumselberti

    Bumselberti Im Ruhestand Threadstarter

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    Tja, was war das genau. Es ist eine Industrieansammlung gewesen diversester Art um einen grossen Fluss herum, der bis in die späten 80er hinein auch kräftig belastet war. Von meinem Geburtshaus aus hatte ich Direktblick auf ein grosses Kohlekraftwerk mit Schlot. Auf dem riesigen Gelände dort herum sollen laut einem Zeitungsartikel von 2010 grosse Mengen giftiger Schlacken gelagert worden sein über Jahrzehnte. Das Gelände werde nun in den kommenden Jahren aufwändigst davon gesäubert, hiess es. Eine zum Himmel stinkende Fettschmelze gab es auch viele Jahre. Was im einzelnen sonst noch so qualmte und stank, entschliesst sich meinem Wissensstand. Mein Vater arbeitete auch in einem Betrieb, wo viel mit Lösungsmitteln und anderem Zeugs hantiert wurde.
     
    #7
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  8. Halunke

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    Genauso sah meine Kindheit auch aus, geobren in HH im Jahre 1979. Was Du beschreibst kann ich nicht bestätigen und habe ich bisher auch noch nichts ähnliches gehört oder gesehen.
     
    #8
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