Ü22: Horse Squeezes

Erweiterte, zweihändige Form der Uli-Übung, die zusätzlich den Eichelkranz fixiert

  1. BuckBall
    Geeignet für:
    Experten
    Risikoklasse:
    erhöht
    Anatomischer Fokus:
    Schwellkörper (horizontal)
    Geförderte Messwerte:
    EG
    Alternative Bezeichnung:
    Horses, Horse-Clamp, Long Horse Squeeze (siehe Zusatzinfo)
    Übungsfamilie:
    Blutstaugriffe
    Verwandte Übungen:
    Erect Squeezes (Fortgeschritten), Uli Squeeze (Fortgeschritten), Compressor Squeezes (Experte)
    Hintergrund
    Der Horse Squeeze ist eine sehr intensive Übung, die nur erfahrenen PE'lern zu empfehlen ist. Im Grunde kann er als intensivierte Form des Uli Squeeze angesehen werden, insofern er dessen Stauung des Blutes an der Basis und die Bewegung der Finger mit einer zweiten stauenden Hand am Eichelkranz kombiniert. Der Horse Squeeze konzentriert seine Übungsintensität auf die horizontale Überdehnung der Schwellkörper, wobei durch den umrahmenden Doppelgriff vor allem das Schwellkörperareal des Penisschafts (weniger die Eichel) im Fokus der Übung steht. Durch eben jene Konzentration des Drucks ist auch das Verletzungsrisiko bei dieser Übung nicht zu unterschätzen.

    Ausführung
    Für die Ausführung dieser Übung muss eine Erektion bestehen, wobei deren Grad auch über die Intensität der Übung entscheidet. Zu Beginn ist es daher ratsam, nur mit einer weniger ausgeprägten Erektion die Übung zu testen, um deren Belastung für sich austesten zu können. Bei gewohnter Anwendung können dann auch intensive Erektionen als Übungsgrundlage gewählt werden.
    Für die Ausführung eines Horse Squeezes ist die Verwendung von Gleitmittel notwendig.
    1. Massiere das gewählte Gleitmittel in deinen Penis ein. Dafür geeignete Substanzen findest du unter dem Eintrag "Empfehlenswerte Gleitmittel" im Kapitel Zusatzhinweise (siehe unten).
    2. Umfasse mit der einen Hand deine Peniswurzel mit einem festen OK-Griff und staue so das Blut in deinen Schwellkörpern.
    3. Mit der anderen Hand bildest du zeitgleich einen zweiten, engeren OK-Griff, den du von vorne über die Eichel ziehst und sehr langsam bis zum Eichelkranz bewegst. Für diese Bewegung der Hand lasse dir ungefähr 10-20 Sekunden Zeit, während der Griff der ersten Hand an der Peniswurzel intensiviert wird (aber bewegungslos bleibt), um die Blutstauung zu unterstützen. Dabei darf kein unangenehmes Gefühl oder gar Schmerz entstehen. Du wirst nun feststellen, dass sich der Druck durch die beiden umschließenden Griffe auf den Penisschaft konzentriert und die dortigen Schwellkörperareale massiv expandieren. Um den Stauungseffekt zu unterstützen, kannst du, kurz bevor du den Griff fester anziehst, auch einen Kegel ausführen, um zusätzliches Blut in die Schwellkörper einfließen zu lassen.
    4. Lockere danach den Griff der Hand an der Peniswurzel für einige Sekunden und entferne den zweiten OK-Griff vom Schaft.
    5. Wiederhole den Wechsel von intensiviertem und gelockertem Griff (sowie der leichten Vorwärtsbewegung der Hand) so oft wie du es dir in deinem Trainingspensum vorgenommen hast. Achte sorgfältig auf die Reaktion deines Penis beim Ausführen der Übung und vermeide Überlastungen der Schwellkörper, die sich z.B. an kleinen geplatzten Blutgefäßen zeigen können.

    Zusatzinfos
    • Intensitätsregulierung: Die Intensität von Blutstaugriffen ist mit besonderer Umsicht zu erhöhen, da hier die Schwellkörper schnell auf ein extremes Maß ausgedehnt werden. Im Grunde wird eine Erhöhung der Intensität stets über drei Stellschrauben gesteuert: Der vorherrschenden EQ bei der Übungsausführung, dem gezielten Einsetzen von Kegel-Pumps und der Druckstärke des Staugriffes. Will man die Intensität der Gesamtübung erhöhen kann man also wahlweise eine ausgeprägtere Ausgangserektion und/oder einen festeren Griff wählen, der die Zirkulation des Blutes dann stärker hemmt und es letztlich effektiver in den Schwellkörpern staut. Das Einsetzen von Kegel-Pumps (d.h. dem gezielten Einpumpen von Blut durch Nutzung der Beckenbodenmuskulatur) kann diesen Effekt noch erhöhen, in dem der Griff kurz gelockert wird, wenn man den Kegel-Pump ausführt, und danach wieder fester ansetzt, um das eingepumpte Blut im Schaft zu halten. Prinzipiell ist es anzuraten, zu Beginn einen Blutstaugriff nur mit moderater EQ zu testen, um ein Gefühl für die Wirkungsweise der Übung zu bekommen. Auf lange Sicht kann man sich auf diese Weise dann behutsam an eine passende Ausführungsintensität herantasten. Dabei ist zu beachten, dass nicht die größtmögliche Intensität oder Überdehnung auch die Beste ist. Die Schwellkörper können auch schnell überfordert werden, was dann den förderlichen Effekt der Übung zunichtemacht oder sogar ins Gegenteil verkehrt.
    • Long Horse Squeeze: Eine dezente, aber noch intensivere Abwandlung des Horse Squeezes ist der Long Horse Squeeze. Bei diesem wird die Bewegung des zweiten OK-Griffes, die sich normalerweise nur über die Eichel bis zum Eichelkranz bewegt, noch weiter nach unten fortgesetzt - so dass sich letztlich beide OK-Griffe berühren. Dabei ist allerdings größte Vorsicht geboten, weil man das Blut auf immer enger werdendem Raum in den Schwellkörpern staut. Prinzipiell ist diese Abwandlung nur dann zu empfehlen, wenn man die Ausführung der klassischen Horse Squeezes seit langem gewöhnt ist und nach einer neuen Möglichkeit sucht, noch intensivere Trainingsreize auf die Schwellkörper auszuüben.
    • Kombination mit Jelqing: Sämtliche Blutstaugriffe eignen sich im Grunde auch um direkt mit dem Jelqing verbunden zu werden. Gemeint ist damit nicht, dass man zusätzlich jelqähnliche Bewegungen bei der Ausführung der Blutstaugriffe ausführt, sondern dass man unter das Jelqing immer wieder einzelne Sätze eines Blutstaugriffes mischt. Kombiniert man die Griffe mit High-EQ-Jelqing nützt dies vor allem um den EG-fokussierten Trainingsreiz der Griffe zusätzlich zu unterstützen. Doch auch die Kombination mit Mid-EQ- oder Low-EQ-Jelqs kann sehr lohnenswert sein, da die Jelqphasen dann dazu genutzt werden können, die durch die Griffe erzeugte Blutstauung wieder abzumildern und die allgemeine Durchblutung des Penis wieder anzuregen.
    • Empfehlenswerte Gleitmittel: Für Horse Squeezes können die verschiedensten Mittel zum Einsatz kommen, um einen möglichst reibungslosen Ablauf der Übung zu garantieren. Zum Einen eignet sich dazu jedwedes Pflegeöl (z.B. Babyöl oder Massageöl), das auf Reizstoffe verzichtet (diese können die Eichelschleimhaut angreifen und sollten daher gemieden werden). Auch die meisten Speiseöle (z.B. Sonnenblumenöl oder Olivenöl) können bedenkenlos für das Training benutzt werden. Zum Anderen können auch Pflegecremes und Lotionen verwendet werden (z.B. klassische Bodylotion oder Handcremes), wobei es in diesem Segment sogar Produkte gibt, die extra für die Anwendung am Penis ausgelegt sind. Auch Heilsalben (z.B. Bepanthen oder Zinksalbe) können zum Einsatz kommen, wobei bei den Salben umso mehr darauf zu achten ist, dass es sich nicht um eine Wärme-, Schmerz oder Muskelsalbe (wie z.B. Finalgon oder Voltaren) handelt. Diese Reizen die Schleimhäute der Eichel und die empfindliche Schafthaut extrem und können große Schmerzen oder aber kühle Taubheit erzeugen - beides keine Zustände, die für das Training förderlich sind. Man sollte in der Hinsicht auch bei der Anwendung von Zinksalbe aufmerksam sein, da diese einen austrocknenden Effekt hat, der unter Umständen die Eichelschleimhäute reizen kann. Generell haben alle aufgelisteten Mittel ihre Vorzüge und Schwächen: Während Öle sehr lange ihre Gleitfähigkeit behalten, sind sie hinterher nur durch gründliches Waschen von den Händen und aus dem Intimbereich wieder zu entfernen. Cremes, Lotionen und Salben ziehen wiederum schnell ein (müssen also während des Trainings hin und wieder nachgenommen werden), erfordern dafür aber auch keinen zusätzlichen Reinigungsaufwand (und pflegen zudem die Penishaut). Bei Salben ist allerdings oft die Konsistenz ein Problem, so ist z.B. Zinksalbe sehr zäh ist und verfügt deswegen nur über vergleichsweise geringe Gleiteigenschaften. Insgesamt betrachtet ist die Verwendung von handelsüblichen Körperpflegecremes oder -lotionen meist zu bevorzugen. Der verringerte Reinigungsaufwand nach dem Training und die Pflegeeigenschaften für die Haut sind erhebliche Vorteile bei der Trainingsgestaltung. Im Zweifel sollte man aber schlicht für sich austesten, welches Gleitmittel für einen selbst am Angenehmsten ist.
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