Ü07: Behind-The-Leg-Stretches

Intensiver, nach unten gerichteter Einhandstretch, der den Penis zwischen den Beinen hindurchführt

  1. BuckBall
    Geeignet für:
    Fortgeschrittene
    Risikoklasse:
    moderat
    Anatomischer Fokus:
    Tunica, Ligs
    Geförderte Messwerte:
    BPFSL
    Alternative Bezeichnung:
    BTL-Stretch, BTLs, Leg-Tuck-Pull-Stretch, Between-The-Legs-Stretch, Between-The-Cheeks-Stretch
    Übungsfamilie:
    Einhandstretches
    Verwandte Übungen:
    Klassisches Stretching (Einsteiger), Heli-Stretches (Fortgeschritten), JAI-Stretches (Fortgeschritten), Blaster Stretches (Fortgeschritten)
    Hintergrund
    Der Behind-The-Leg-Stretch ist ein eher liglastiger Stretch mit hoher Intensität, der den Penis vor allem nach unten bzw. zum Hinterkörper hin dehnt. Die Streckung erfolgt dabei in einem ansonsten ungewohnten Winkel und wird zumeist als sehr intensiv wahrgenommen.

    Ausführung
    Die Übung setzt einen vollkommen schlaffen und aufgewärmten Penis voraus, um das Verletzungsrisiko so gering wie möglich zu halten und die Zugkräfte möglichst ungehindert auf die Tunica wirken zu lassen. Der Behind-The-Leg-Stretch ist im Grunde nur im Stehen, Knien oder Hocken auszuführen. Das Vorhandensein oder Fehlen der Vorhaut hat keinen Einfluss auf die Wirkung der Übung.
    1. Stelle dich breitbeinig auf und schiebe den Penis mit einer Hand durch deine Beine hindurch zur Hinterseite deines Körpers. Achte dabei darauf, dass du deinen Penis an deinem Hodensack vorbeiführst und diesen nicht mitsamt dem Schaft nach hinten drückst. Auf der Hinterseite deines Körpers greifst du nun mit der anderen Hand an deinen Penis und fixierst ihn dort, wobei diese Hand jene sein sollte, mit der du üblicherweise die Stretching-Übungen durchführst.
    2. Ziehe nun (hinter deinem Rücken) die Vorhaut (sofern vorhanden) vollständig zurück und setze den OK-Griff, möglichst weit oben am Schaft, nahe dem entblößten Eichelkranz an.
    3. Greife fest genug zu, um einen Zug nach vorne aufbauen zu können, quetsche den Penis jedoch nicht zu sehr ein. Der Griff sollte weder schmerzen, noch sich unangenehm anfühlen.
    4. Ziehe nun den Penis langsam nach hinten, also durch deine Beine hindurch in Richtung Hinterseite deines Körpers, bis das Gewebe gestrafft ist und sich bei weiterem Zug nicht mehr signifikant weiterdehnt. Du wirst nun im optimalen Fall bemerken, dass der Penis ein wenig schmaler geworden ist, sich dafür aber nach vorne ausgedehnt hat. Halte diesen Zug für wahlweise 20-30 Sekunden ununterbrochen aufrecht, danach löse den OK-Griff.
    5. Lege eine kurze Pause von 10-20 Sekunden ein, um die Durchblutung im Glied zu normalisieren. Achte dabei besonders darauf, dass sich keinerlei erhöhter Bluteinfluss im Penis bemerkbar macht. Wenn du bemerkst, dass sich langsam eine Erektion aufbaut, pausiere solange, bis diese wieder vollständig abgeklungen ist.
    6. Wiederhole den skizzierten Übungsablauf, bis du das angestrebte Pensum dieser Übung erreicht hast. Dabei zählt nur der eigentliche Stretchingvorgang (also die Zeit, in der der Zug auf den Penis wirkt) als Trainingszeit, nicht die Pausenzeiten dazwischen.

    Zusatzinfos
    Die nachfolgenden Hinweise behandeln häufige Fragen hinsichtlich dieser Übung und stellen weiterführende Erläuterungen zu deren Feinabstimmung und etwaigen Abwandlungen zur Verfügung.
    • Erhöhter Stand für leichtere Fixierung: Zu Beginn der Übung (Punkt 1) kann es nützlich sein, ein Bein auf eine Erhöhung aufzustellen. Auf die Weise ist es oft leichter, den Penis zwischen den Beinen hindurch zu führen und auf der anderen Seite zu greifen. Sobald sich der Penis fest im OK-Griff befindet, kann dann wieder ein ebenerdiger Stand eingenommen werden.
    • Behutsame Veränderung des Zugwinkels: Während du den Zug auf den Penis aufrecht erhältst (Punkt 4), kannst du den Winkel, in welchem du den Penis nach hinten ziehst, behutsam verändern. So kannst du den Penis waagerecht entlang deines Damms und Afters strecken oder aber diesen Winkel abwärts erweitern, so dass der Penis direkt zwischen deinen Beinen nach unten weist. Solltest du den Stretchwinkel verändern, tue dies stets in langsamen und fließenden Bewegungen, um keine ruckartigen Stöße auf das Gewebe und die Ligamente auszuüben.
    • Anspannung der Bauchmuskulatur: Um die Zugkraft zeitweise zu erhöhen, kann während der Ausführung des Stretches zusätzlich die Bauchmuskulatur angespannt werden. Es sollte dann ein entgegengesetzter Zug spürbar sein, so dass die Intensität der Übung weiter ansteigt.
    • Störende Erregbarkeit: Eine sich einschleichende Erregung ist beim Stretching eine ganz normale Reaktion des Körpers - besonders wenn dieser sich noch nicht an das PE-Training gewöhnt hat. Die Berührung des Gliedes wird in diesem Fall automatisch als Stimulation gewertet. Nichtsdestotrotz ist es sehr wichtig, in so einem Fall mit einem weiteren Stretchingzug zu warten, bis das Blut wieder abgeflossen und der Penis vollkommen schlaff ist. Üblicherweise wird der Körper mit zunehmender Trainingserfahrung in dieser Hinsicht desensibilisiert, so dass das Stretching ohne längere Zusatzpausen ausgeführt werden kann. Weiterhin onanieren manche Anwender vor dem Stretching, um den Penis dadurch weniger erregbar zu machen. Dies hat jedoch den Nachteil, dass nachfolgende Schwellkörperübungen, bei denen eine stabile Erektion nötig ist, nur erschwert ausgeführt werden können. Zudem sollte niemals direkt vor dem Stretching onaniert werden, weil nach dem Orgasmus die Durchblutungssituation erhöht und das Glied oft auch sensibler ist. Griphilfen, die im nächsten Punkt erwähnt werden, können die Erregbarkeit des Penis derweil ebenfalls herabsetzen.
    • Griphilfen: Beliebte Griphilfen beim Stretching sind Theraband, einfaches Toilettenpapier oder Haftbinden, oft ergänzt durch Handschuhe (einfache Einmalhandschuhe oder aber solche mit Nithrilbeschichtung). Die Griphilfen vermeiden einen direkten Kontakt zur Haut und sorgen dadurch meist für eine Herabsetzung der Erregbarkeit - und eine erhöhte Griffigkeit. Andererseits rauben sie jedoch auch das direkte Gefühl beim Stretching, was zu einem zu engen Griff führen kann. Man sollte daher dringend auf sein Körpergefühl achten und den Griff entsprechend anpassen.
    • Front-OK-Griff und Back-OK-Griff: Für das Stretching können prinzipiell beide Griffe angewandt werden. Oft wird aber gerade bei Stretch-Übungen berichtet, dass der Back-OK-Griff einen sicheren Halt und bessere Zugkontrolle erlaubt. In jedem Fall kann es sich lohnen, gerade wenn man Probleme damit hat, den Griff fixiert zu halten, beide Grifftechniken ausgiebig für sich zu erproben und den besser geeigneten zu wählen.
    • Intensitätsregulierung: In vielen Fällen haben Anwender die Befürchtung, mit viel zu wenig Intensität zu stretchen. Diese Sorge ist in fast allen Fällen unbegründet. Wie oben schon erläutert, arbeiten eigentlich alle mechanischen PE-Streckgeräte mit deutlich weniger Zug als die gewöhnliche Armeskraft zur Verfügung stellt. Es ist daher nicht erforderlich (zumal nicht zum Einstieg des PE-Trainings), den Stretch mit maximaler Kraft auszuführen. Dies führt eher zur Überlastung und birgt ein nicht zu unterschätzendes Verletzungsrisiko, als dass es Vorteile verspricht. Man sollte stattdessen mit eher geringer Zugkraft beginnen und diese langsam über die ersten Trainingswochen erhöhen, um auf diese Weise eine ideale Trainingsauslastung für sich zu finden.
    • Schmerzfreiheit: Jedwede Schmerzen oder unangenehmes Ziehen während oder nach dem Training sind klare Anzeichen für eine zu hohe Intensität. Am Besten sollte diese dann sofort gedrosselt werden. Das Stretching braucht sich zu keinem Zeitpunkt unangenehm anzufühlen, um effektiv zu sein.
    • Erst Tunica, dann Schwellkörper: Man sollte im Zweifel zuerst das Stretching ausführen und danach das Jelqing anschließen. Dies garantiert, dass der durch das Jelqing erhöhte Bluteinfluss nicht die Wirkung des Stretchings blockiert. Zudem fördert das anschließende Jelqing die beim Stretching herabgesetzte Durchblutung des Penis. Nach Möglichkeit sollte daher zwischen Stretching und Jelqing auch nicht zu viel Zeit vergehen. Auch um die Regenerationsphasen zwischen den Trainingssitzungen nicht unnötig zu verkürzen.
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