Porno Verzicht und Angststörung

CDRX

PEC-Kundiger (Rang 4)
Themenstarter
Registriert
26.02.2018
Themen
20
Beiträge
139
Reaktionspunkte
302
Punkte
247
Trainingslog
Link
PE-Aktivität
Einsteiger
PE-Startjahr
2017
Körpergröße
180 cm
Körpergewicht
80 Kg
BPEL
17,5 cm
NBPEL
16,0 cm
BPFSL
19,0 cm
EG (Mid)
13,0 cm
Seit ungefähr 6 Jahren (und früher in meinem Leben schon einmal für ca. 3 Jahre lang) begleitet mich eine Angst- und Panikstörung. Mittlerweile haben wir uns aneinander gewöhnt und es mag zwar nervig sein, dauernd negative Gefühle und Angst zu empfinden, aber ich kann eigentlich ein normales Leben führen – bis auf Flugzeuge, Fahrstühle und Autobahnen, die ich nicht mag :)

Ich habe Therapien hinter mir, aber geholfen haben diese wenn dann nur wenig oder kurz. Medikamente haben es früher einmal gut in den Griff kriegen lassen – aber ich lebe lieber mit der Angststörung als mein Leben lang Pillen zu schlucken, die mir anderweitig Nachteile bringen.

Ich habe einige Work-Arounds für mich gefunden, allen voran Sport und gesunde Ernährung. Jetzt würde ich gerne mal etwas Neues ausprobieren: Und zwar den dauerhaften Entzug von Pornografie und den kurzweiligen Verzicht von SB.

Warum? Weil ich glaube, dass ich eine Sucht nach Sex und Erotik habe. Das geht so weit, dass ich Autogramme an meinem (Home-Office)-Arbeitsplatz von meinen Lieblings-Pornodarstellerinnen hängen habe (dank geht raus an meine Freundin, die meine Hobbies akzeptiert) dass ich an den unmöglichsten Stellen (Keller, im Auto) Sexheftchen bunkere, falls das Netz mal ausgeht. Ein anderer Indikator war für mich meine mittlerweile 3GB schwere Sammlung selbstgedrehter Filmchen von mir und fast allen Frauen, mit denen ich in den letzten 10 Jahren Sex hatte. Oder die Tatsache, dass ich mit eigentlich allen Frauen, mit denen ich befreundet bin, mindestens einmal was hatte.


Ich bin das mal gedanklich durchgegangen, und auch wenn ich der Meinung bin, dass die gesellschaftliche Moral und Haltung gegenüber Sex nicht die meine ist, glaube ich, dass es nicht unbedingt gesund ist, was ich da alles mache.

Ich bin schon in frühester Kindheit in Kontakt mit Pornographie gekommen und bis dato waren „in den Mund spritzen“, „anal beim ersten Date“, Dreier etc. das Normalste der Welt für mich. Bis ich mit meiner jetzigen Freundin zusammenkam, war ich in mehreren polyamoren und offenen Beziehungen, hatte 2-3 Go-to-Girls und mindestens zweimal im Monat einen One-Night-Stand. Meistens waren es Frauen mit enormen Proportionen oder einem eigenem Fetisch.


"Normaler" Sex mit einer "normalen" Frau hat mich immer irgendwie gelangweilt. Ich glaube, da ist vielleicht ein wenig schiefgelaufen. Ich will zwar nicht alles sofort ändern (dafür liebe ich den Porno-Lifestyle tatsächlich zu sehr), aber ich will mich zumindest für eine Weile davon distanzieren und mal schauen, wie es mir psychisch und körperlich damit geht. Vielleicht lande ich ja irgendwo zwischen Normal und Extrem und kann damit glücklich werden.

Jetzt natürlich zu den Fragen an diejenigen, die ähnliches vielleicht erlebt oder versucht haben:

1) NoFap und PE: Geht das zusammen? Verzichte ich nicht auch auf eine Art des Trainings? Meine Theorie war nämlich mal, dass ich eigentlich schon 30 Jahre PE betrieben habe, ohne es zu wissen, durch häufige SB und Sex (da kam ich drauf, weil ich 2016 eine sehr intensive Affäre hatte und ich am Ende des Jahres fast 1cm länger war). Muss ich sogar Rückschläge in Punkto PE befürchten, wenn ich drauf verzichte?
2) Hormone: Ich habe mal gelesen, dass der Verzicht von Porno und SB zu einem Anstieg von Testosteron führt. Ist da was dran? Hat da jmd. was beobachten können?
3) Welche negativen Effekte bzw. Nebenwirkungen muss ich befürchten und wie seid Ihr damit umgegangen?
4) Gibt es auch Angstpatienten hier unter uns, die einen Effekt auf ihre Erkrankung durch Pornos bzw. deren Verzicht wahrnehmen konnten?
5) Sollte ich überhaupt PE betreiben in dieser Zeit, oder könnte es kontraproduktiv sein beim Versuch, mein Gehirn neu zu verdrahten?
 
Zuletzt bearbeitet:
Oben Unten